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Große Zufriedenheit

Wirtschaft Schwentinental Große Zufriedenheit

81 Prozent der Unternehmen in Schwentinental wollen in den nächsten drei Jahren Personal einstellen. 30 Prozent wollen ihren Betrieb erweitern und suchen Flächen. Das sind nur einige der Ergebnisse aus der Umfrage, die die Stadt Schwentinental Anfang des Jahres bei den örtlichen Betrieben machte. „Es herrscht insgesamt eine große Zufriedenheit“, stellte Bürgermeister Michael Stremlau bei der Vorstellung der Analyse am Montagabend fest.

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Wirtschaft in Schwentinental wird oft mit dem Ostseepark assoziiert (im Bild die Mergenthalerstraße) – es gibt aber viel mehr.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Mit dem neuen Flächennutzungsplan, dessen Entwurf im August erstmals öffentlich vorgestellt werden soll, sollen auch die Raumwünsche der Unternehmen befriedigt werden.

 250 örtliche Betriebe waren direkt angeschrieben worden, teilnehmen konnte aber jeder. 44 hatten schließlich den umfangreichen Fragebogen ausgefüllt. Ziel war, daraus Maßnahmen für die Wirtschaftsförderung abzuleiten. Wenn man nicht perspektivisch denke, räche sich das später, so der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses in Schwentinental, Norbert Scholtis. Die Rücklaufquote sei gut, die Ergebnisse aussagekräftig. „Eine sehr gute Rücklaufquote“, bescheinigte auch Kurt-Christoph von Knobelsdorff, stellvertretender Staatsekretär aus dem Wirtschaftsministerium, der die Werte vergleichbarer Untersuchungen kennt. Er informierte die anwesenden Unternehmer über Förderstrukturen und -schwerpunkte des Landes.

 Nach der Umfrage haben 55,5 Prozent der örtlichen Betriebe weniger als zehn Mitarbeiter, 33,3 Prozent liegen in der Gruppe mit zehn bis 49 Mitarbeitern, 11,1 Prozent haben mehr als 50. „Wir haben einen starken Mittelstand in Schwentinental. Das passt auch zu unserer Stadt“, so Stremlau. Dass die Wirtschaft in Schwentinental nicht nur, wie häufig angenommen, aus den Filialisten im Ostseepark besteht, zeigt sich in einer weiteren Zahl: 83,3 Prozent der Betriebe haben ihren Hauptsitz in der Stadt. Zufrieden zeigte sich der Bürgermeister auch mit dem guten Branchenmix: „Wenn es mal klemmt auf dem Markt, rutschen wir nicht sofort durch.“ Die Kundschaft ist ebenfalls gemischt: von lokal bis international.

 Neben den Gewerbeflächen steht auch eine leistungsfähige Internetverbindung auf der Prioritätenliste der Unternehmen – Klausdorf hat bereits Breitband, Raisdorf aber nicht. „Wenn alles nach Plan läuft“, so Stremlau, ändere sich dies im kommenden Jahr. Ein Markterkundungsverfahren habe er bereits machen lassen.

 Ein Wunsch vieler Unternehmen ist das gemeinsame Standortmarketing. Dabei müsse man sich fragen: „Wollen wir Teil der Kiel-Region sein oder eine eigene Marke bilden?“ so der Bürgermeister, der dies gemeinsam mit den Betrieben entwickeln will. Von Knobelsdorff riet zu einer Marke, die zum anfangs umstrittenen, aber inzwischen sehr bekannten Schleswig-Holstein-Slogan „Der echte Norden“ passe – das „echte Schwentinenta“ machte dann aber nur im Spaß die Runde.

 Eine Bitte gab der Bürgermeister dem Mann aus dem Ministerium mit auf den Weg: Zu den wichtigsten Standortfaktoren der Schwentinentaler Unternehmen gehört die gute Verkehrsanbindung – die durch die B76-Baustelle allerdings zurzeit stark eingeschränkt ist und nach den vorliegenden Planungen auch in den kommenden drei Jahren sein wird. „Wenn es ein Jahr schneller ginge, wären wir schon froh!“, so Stremlau.

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