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Wochenmarkt ohne Zukunft

Schwentinental-Raisdorf Wochenmarkt ohne Zukunft

Freitagnachmittag ohne Wochenmarkt vor dem Schwentinentaler Rathaus im Ortsteil Raisdorf – das ist für den langjährigen Marktmeister Rolf Cordes ungewohnt. Vor vier Wochen hatte der letzte Händler gekündigt. In Schwentinental gibt es nun nur noch den Wochenmarkt in Klausdorf am Freitagvormittag.

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Die Zeiten des Wochenmarktes vor dem Rathaus in Raisdorf sind vorbei – das bedauert nicht zuletzt der langjährige Marktmeister Rolf Cordes.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Cordes hatte noch versucht, neue Angebote heranzuholen: „Ich habe in Preetz, in Kiel, in Klausdorf geworben. Doch die wollen alle Freitag nicht, weil sie sich da für den Exerzierplatz vorbereiten.“ Zudem zweifelten viele, ob es für sie wirtschaftlich sei. „Ich finde das sehr bedauerlich“, sagt Bürgervorsteherin Angelika Lange-Hitzbleck über das Ende des Raisdorfer Marktes. Doch sie hat auch Verständnis für die Händler – „es war einfach nicht genug Kundschaft“. Mit einer Verlegung auf den Dorfplatz –„fand ich sehr gemütlich“, so Lange-Hitzbleck, doch das sei zu nah an Rewe gewesen – und der Rückverlegung vor das Rathaus hatte man in den vergangenen Jahren noch versucht, den Bedürfnissen der Bürger mehr entgegenzukommen. Trotzdem kamen zuletzt nur noch drei Marktbeschicker nach Raisdorf. Und als die langjährigen „Zugpferde“ Holzkamm (Gemüse) und Schlachter Gerull aufhörten, gab auch der Blumenhändler auf.

 Mit 15 Ständen hatte der Wochenmarkt vor dem Rathaus in der damaligen Gemeinde Raisdorf im April 1996 begonnen. „Der ist anfangs wirklich sehr gut gelaufen“, erinnert sich Cordes, damals Bauhofleiter der Gemeinde. Wegen der Erweiterung des Rathauses für die Gemeindewerke zog der Markt das erste Mal auf den Dorfplatz um. „Die Bürger haben dafür gestimmt, dass er dort bleiben soll“, so Cordes. Doch weil es südlich der Bahn in Raisdorf gar keinen Laden mehr gab, kam der Markt nach Ende der Bauarbeiten zurück vor das Rathaus – bis 2010, als man einen neuen Start auf dem Dorfplatz machte, was 2012 wieder zurückgenommen wurde.

 „Mir tut es leid“, sagt Cordes über das Ende. Er weiß, dass manche nun schimpfen. Doch viele würden eben mit dem Bus zum Supermarkt fahren, weil es dort oft ein bisschen günstiger sei. „Immer die gleichen Stammkunden – das waren zu wenige.“

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