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Schönberger beteiligen sich an Ortsentwicklung

Workshop Schönberger beteiligen sich an Ortsentwicklung

Bürger beteiligen sich am neuen Konzept für die Orts- und Tourismusentwicklung in der Gemeinde Schönberg. Die ersten Workshops am Sonnabend besuchten rund 20 Frauen und Männer. Themen waren „Wohnen“ und „Tourismus“. Alle Beteiligten zogen ein positives Fazit.

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Planer Wolf Uwe Rilke: "Wir haben drei Stunden konzentriert gearbeitet und auch kontrovers diskutiert."

Quelle: Astrid Schmidt

Schönberg. Ohne Pause ging es im Workshop „Wohnen“ beispielsweise um die bauliche Entwicklung sowohl für dauerhaftes als auch touristisches Wohnen. „Wir haben drei Stunden konzentriert gearbeitet und auch sehr kontrovers diskutiert“, sagte Planer Wolf Uwe Rilke. Für ihn sei diese eine der besten Veranstaltungen gewesen, die er bisher moderiert habe, meinte der Berliner. Dabei hatte er sich auch mit vielen kritischen Hinweisen auseinander setzen müssen. So unter anderem von Konrad Maienschein, den Rilke wohlwollend als „kritischen Geist der Gruppe“ bezeichnete. Maienschein beklagte unter anderem die zunehmende Verdichtung im Ortskern und sprach von einem „überstürzten Wachstum“ unter der Ägide des ehemaligen Bürgermeisters Wilfried Zurstraßen. Das wollte Neu-Schönbergerin Kathrin Heintz nicht so stehen lassen. „Die junge Generation und neue Bürger möchten doch auch irgendwo wohnen.“ Heintz ist seit etwa zwei Jahren in Schönberg zu Hause. Auch Harald Tibus, seit fünf Jahren im Ostseebad heimisch, sprach sich für eine „lebendige“ Gemeinde aus. Vorher sei Schönberg ein „Kuhdorf“ gewesen. „Da wäre ich nie hierher gezogen, heute ist es lebendig“, so Tibus. Er forderte jedoch mehr Barrierefreiheit ein. Denn die Probleme mit schwer zugänglichen Bereichen oder nicht abgesengten Bordsteinen hätten nicht nur Senioren, sondern auch Eltern mit Kinderwagen. „Dem muss man stärker Rechnung tragen“, regte Tibus an.

Ein Punkt in der Diskussion war auch das Konfliktpotential zwischen Dauerwohnen und touristischem Wohnen. Ulrike Klappstein aus Kiel beispielsweise wünschte sich auch in Ferienhausgebieten mehr Grün. Die Wochenendhausbesitzerin wollte sich unter anderem in diesem Workshop in Sachen Ferienhausnutzung „schlau machen“.

Ein handfestes Ergebnis dieses Arbeitskreises war zum Beispiel, dass die Gemeinde in touristischen Gebieten das Dauerwohnen zwar erhalten, aber nicht ausbauen sollte. Diese und viele andere Anregungen nahm auch Bürgermeister Dirk Osbahr aus den Workshops mit. Der zweite Workshop zum Thema „Einzelhandel“ war mit sieben Besuchern weniger nachgefragt. „Da hätte ich mir mehr Beteiligung gewünscht“, so Osbahr. Er hofft nun, dass auch die beiden folgenden Themen lebhaft und mit vielen Bürgern diskutiert werden.

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