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Die Namensfindung war illegal

50 Jahre "Yachtclub Laboe" Die Namensfindung war illegal

Der „Yachtclub Laboe“ wird 50 Jahre alt. Dieses Jubiläum feiert der Verein am Sonnabend, 13. Juni, mit einer Jubiläumsparade und einem bunten Kinderfest.

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Vereinsvorsitzender Kai Hoffmann-Wülfing (links) aus Passade freut sich gemeinsam mit Gründungsmitglied Alwin Feldmann aus Stakendorf auf das Jubiläum des Yachtclubs Laboe.

Quelle: Astrid Schmidt

Laboe. Einer, der von Anfang an dabei war, ist Alwin Feldmann aus Stakendorf. Er ist das letzte Gründungsmitglied und kann sich noch gut an die Anfänge des „Yachtclub Laboe“ erinnern. Auch daran, dass der Name eigentlich nicht ganz legal zustande kam.

 Als der Fahrtensegler Alwin Feldmann 1964 der Liebe wegen nach Stakendorf in die Probstei zog, suchte er einen Segelhafen. „Durch persönliche Verbindungen kam ich nach Laboe“, erzählt der heute 80-Jährige. Dort gab es zwar bereits den Laboer Regattaverein, der sich seinerzeit unter anderem der Tradition des Kuttersegelns verpflichtet hatte, aber „das passte nicht so ganz“. „Wir wollten das etwas sportlicher angehen und gründeten einen eigenen Verein. Das hatte auch ein bisschen was mit persönlichem Ehrgeiz zu tun“, erinnert sich Feldmann. So wurde „vermutlich im Juni“ vor 50 Jahren bei Gastwirt Klaus Krüger der „Wassersportverein Laboe“ aus der Taufe gehoben. Dort wurde dann auch Kritik am Vereinsnamen geäußert und „eigentlich illegal“ der neue Name bestimmt. „Wassersportverein war jemandem zu langweilig“, erzählt Feldmann weiter. Wer den Namen „Yachtclub Laboe“ einbrachte, weiß er nicht mehr. „Aber das fand zu Beginn keine Mehrheit. Doch als zu vorgerückter Stunde bereits etliche Mitglieder nach Hause gegangen waren, wurde noch einmal abgestimmt“, plaudert Feldmann aus dem Nähkästchen.

 Das genaue Gründungsdatum lasse sich nicht exakt nachvollziehen, doch beim Deutschen Segelverband sei der Verein am 11. Juni 1965 registriert worden, berichtet Kai Hoffmann-Wülfing. Er ist seit 2006 Mitglied und seit 2009 Vorsitzender des „Yachtclub Laboe“.

 Ein Höhepunkt im Vereinsleben war der Bau des Vereinsheims 1974 in dem Gebäude Börn direkt am Hafen. Dort zeigten die Segler Tatkraft und handwerkliches Geschick. Das war auch 2010 gefragt, als – wieder in Eigenleistung – das Vereinsheim von Grund auf renoviert wurde. Denn die Mitglieder pflegen seit Anbeginn auch die Geselligkeit, egal ob beim Segeln, bei Vorträgen über eigene Weltumsegelungen und Atlantik-Querungen oder bei den Wettfahrten mit Modell-Segelbooten im Winterhalbjahr.

 Heute zählt der „Yachtclub Laboe“ 120 Mitglieder, vor allem aus dem Raum Kiel. Der Verein beteiligt sich unter anderem am mehrfach preisgekrönten Jugendprojekt 3ineinem Boot gemeinsam mit dem Laboer Regattaverein und dem Verein Ole Schippn Laboe. Gefeiert wird am Sonnabend, 13. Juni, ab 11 Uhr, im und am Vereinsheim. Dem Empfang folgt eine Festparade unter der Jubiläumsflagge, die eigens dafür angeschafft wurde. Von 15 bis 17 Uhr ist Familienzeit mit Schlauchbootpaddeln, Fahrten im Rettungsboot „Steppke“ und einer Hafenrallye. Gegen 16.45 Uhr können Besucher Rettungsmittel ausprobieren. Ab 19 Uhr gibt’s im Festzelt an der Hafenkante Live-Musik und Kulinarisches vom 1. Laboer Herren-Kochklub.

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Astrid Schmidt

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