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Kritik an Plöner Kita-Plänen

Zankapfel Obstwiese Kritik an Plöner Kita-Plänen

Die Kritik an dem Standort einer neuen Kindertagesstätte in Plön wird lauter. Der von den Mitgliedern des Ausschusses für gesellschaftliche Anglegenheiten festgelegte Standort neben der Schiffsthal-Aula ist nicht nur wegen des Verlustes vieler alter Obstbäume vielen Plönern ein Dorn im Auge.

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Hinter der Schiffsthalaula wird eine neue Kindertagesstätte gebaut. Dafür muss ein Teil der Obstwiese am Plauer Weg geopfert werden, haben die Mitglieder des Plöner Ausschusses für gesellschaftliche Angelegenheiten beschlossen.

Quelle: Peter Thoms

Plön. Der Naturschutzbund Nabu reagiert in einem offenen Brief an die Stadt Plön:  Wie der Plöner Nabu-Vorsitzende Fritz Heydemann darin schreibt, widerspreche die teilweise Rodung der Obstwiese am Trammer See allen Beteuerungen, mit Natur und Grünflächen im Plöner Stadtgebiet sorgsamer als in der Vergangenheit umzugehen. Welch hohen Stellenwert Obstwiesen bei Plöner Bürgern haben, beweise das bürgerliche Engagement bei der Pflege des alten Apfelgartens vor der Prinzeninsel.

Heydemann appelliert an die Stadt Plön, dort nicht den leichtesten Weg zu gehen, sondern sich weiter um einen alternativen Standort zu bemühen. Sein Vorschlag: „Gleich hinter der Aula befindet sich eine große eintönige Rasenfläche, deren Überbauung wirklich keinen Wertverlust darstellen würde.“

Viel mehr Verkehr im Plauer Weg

Angelika Höft und Eckhard Büchsenschütz wohnen im Plauer Weg und sind damit potenzielle Nachbarn der geplanten Kita. Sie legen in einem Brief an Bürgermeister Lars Winter Einspruch gegen das Projekt ein, und bitten den Verwaltungschef, „die Suche nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten für die 40 Kita-Plätze fortzusetzen und diesen Standort dafür aufzugeben“.

Die beiden führen aber ein weiteres Argument an, was gegen einen Kindergarten an dieser Stelle spricht: den zusätzlichen Verkehr im Plauer Weg. Sie schreiben: „Der Plauer Weg ist eine enge Fahrstraße ohne Gehsteige. Viele Kinder benutzen die Straße als Schulweg. Schon jetzt kommt es zu gefährlichen Situationen zwischen Fußgängern, Radfahrern und zu schnell fahrenden Pkw. Da fast alle Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Kita bringen, ist mit einem erheblichen Verkehrszuwachs im Plauer Weg zu rechnen“. Und sie fügen hinzu: Auch eine ausgewiesene Zuwegung vom Schiffsthal aus ändere nichts an dem zusätzlichen Verkehrsaufkommen.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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