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Morgenappell mit Megafon

Zeltlager am Selenter See Morgenappell mit Megafon

Zeltlager sind absolut „in“. Zumindest für die Mädchen und Jungen in Grabensee (Gemeinde Martensrade). Das viertägige Camp direkt am Selenter See ist seit seinem Start vor zwölf Jahren immer ausgebucht. Und auch diesmal sind die jungen Teilnehmer begeistert von dem vielfältigen Angebot.

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Organisator Torsten Kröger ruft die Kinder und Jugendlichen mit dem Megafon zusammen und stellt das Programm für den Tag vor.

Quelle: Silke Rönnau

Grabensee. Es ist kurz nach 9 Uhr. Das Frühstück ist gerade beendet. Die letzten waschen noch schnell ihr Geschirr ab, andere spielen schon Fußball. Torsten Kröger greift zum Megafon: „Alle mal herkommen.“ Kurz darauf steht eine Traube von rund 80 neugierigen Mädchen und Jungen zwischen acht und 14 Jahren um ihn herum. Jeden Morgen gibt Kröger bekannt, was an diesem Tag angeboten wird.

Der frühere Schlesener Sozialausschussvorsitzende hatte das gemeinsame Zeltlager mit Kollegen aus den anderen amtsangehörigen Gemeinden auf die Beine gestellt. „Der harte Kern ist heute noch dabei“, freut er sich. Im Betreuer-Team finden sich auch schon ehemalige Teilnehmer. Der Aufbau beginnt immer am Freitagnachmittag. „Dann stehen hier 60 Leute auf dem Platz“, erzählt er. „Das Ganze funktioniert nur, weil wir eine unglaubliche Unterstützung von den Feuerwehren mit Material und Manpower bekommen.“ Am Sonnabend kommen die Teilnehmer ins Zeltlager, am Dienstag wird wieder abgebaut und der Platz aufgeräumt. In den zwölf Jahren hat sich einiges verändert. „Früher hatten wir fünf große Zelte“, erinnert sich Kröger. Doch Gemeinschaftsunterkünfte sind nicht mehr gefragt. Heute schlafen die Kinder am liebsten zu zweit oder dritt in ihren eigenen Zelten, die in Reihen aufgebaut werden, damit die Nachtwache am Lagerfeuer immer einen freien Blick auf die Eingänge hat. Auch das Programm ist nicht mehr so durchorganisiert. „Bei gutem Wetter spielt sich viel im Wasser ab.“ Kröger hat allerdings festgestellt, dass immer mehr Kinder nicht richtig schwimmen können. Voraussetzung für die Teilnahme ist deshalb ab nächstem Jahr mindestens ein Schwimmabzeichen in Bronze.

Wollen die Kinder nicht doch lieber in Hotels statt in Zelten schlafen? „Nein!“, rufen Lena und Marie, die gerade im großen Bastelzelt an einem gemeinsamen Kunstwerk arbeiten. „Die Luft ist toll und die Natur“, meint Marie. „Man kann basteln oder ins Wasser springen“, sagt Lena. Und Nils freut sich, dass man hier neue Freunde findet. Außerdem findet er die Disco toll. „Und ich finde es ganz schön, wenn man mal ein bisschen weg ist von den Eltern“, fügt er hinzu.

Felix, Max und Hannes wühlen am Ufer im Sand und suchen nach wertvollen Steinen, die die Betreuer dort versteckt haben. Einige Kinder paddeln mit dem Kajak auf den See hinaus oder springen mit lautem Gejauchze von der Badeinsel ins Wasser. Wieder andere beugen sich konzentriert über die Schachbretter. Weitere Höhepunkte sind der Floßbau mit anschließendem Rennen, die Lagerolympiade, die Montagsmaler und die Aufführung von Sketchen.

Das Zeltlager fördere die soziale Kompetenz der Kinder, meint Kröger. „Jeder ist für sich selbst verantwortlich, muss aufräumen und das Geschirr abwaschen.“ Und er freue sich besonders darüber, dass Freundschaften über die Gemeindegrenzen hinweg entstehen.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
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