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"Adlerhorst" mit neuer Bühne

Zeltlager bei Plön "Adlerhorst" mit neuer Bühne

Nein! – Mit dem Seeadler, der hin und wieder majestätisch seine Kreise über dem Behler See zieht, hat der Name des Zeltlagers „Adlerhorst“ nichts zu tun. Namensgeber dieses Gebietes ist der Kieler Sportverein FT Adler, der dort 1950 das erste Zeltlager organisiert hatte.

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Pit Lebang aus Lübeck, Torsten Hass aus Flintbek und Johannes Borchert aus Neustadt/Holstein vor der fast fertigen Freilichtbühne im Zeltlager Adlerhorst bei Plön, die aus 745 Pflanzsteinen gebaut wurde.

Quelle: Peter Thoms

Plön. Seit Anfang April wird die 4,5 Hektar große Anlage, zu der auch eine öffentliche Badestelle gehört, von ehrenamtlichen Helfern für die Saison hergerichtet, am Pfingstwochenende erwarten die Adler die Landung der ersten rund 300 Erholungssuchenden – Ende September dürften dann wieder rund 7200 Übernachtungen bilanziert werden. Neu in diesem Jahr: Eine Freilichtbühne, für die unter anderem Pit Lebang, Johannes Borchert und Torsten Hass 745 Pflanzsteine aufgeschichtet haben, die nun noch mit Holzplanken versehen werden. Die Bühne ist dann Anlaufpunkt für die Gruppenunterweisungen, wird aber auch dem Publikum Platz bieten, wenn es in Spielshows nach einem populären TV-Vorbild „Schlag den Betreuer!“ heißt.

Sieg über die Bundeswehr

Die Erfolgsgeschichte des Adlerhorstes begann 1950 in der Nachkriegszeit, als der Sportverein seinen jugendlichen Mitgliedern, die in der weitgehend zerstörten Landeshauptstadt aufwuchsen, zumindest in den Sommermonaten ein Stück heile Welt bieten wollte. Nach erfolgreichen Anfangsjahren drohte das Unternehmen 1957 zu scheitern – die Bundeswehr baute damals nebenan die Fünf-Seen-Kaserne und hatte begehrliche Blicke auf das Gelände geworfen. Der zunächst aussichtslos erscheinende Kampf um den Erhalt des Zeltlagers wurde jedoch gewonnen, am 31. Juli 1958 verkündete der Präsident der Wehrbereichsverwaltung I, Heinz Wichmann, dass der „Adlerhorst für die Jugend erhalten bleibt“.

Eine Entscheidung, die die Helfergemeinschaft bis heute beflügelt: Die Romantik eines Zeltlagers sollte erhalten bleiben. Aber eine moderne Küche, neue Wasch- und Toilettenanlagen, verbesserte Sportanlagen und neue Aufenthaltsgebäude sorgten im Laufe der Jahre dafür, dass der „Adlerhorst“ inzwischen zu den schönsten Zeltlagern in der Bundesrepublik gehört.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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