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Gesperrter Weg sorgt für Unmut

Bahnhof in Preetz Gesperrter Weg sorgt für Unmut

Wer mit seinem Fahrrad zum Bahnhof in Preetz kommt, um es dort abzustellen und in den Zug zu steigen, steht an der Güterstraße plötzlich vor einem Gitter. „Privatgrundstück – Betreten verboten!“ warnen mehrere Hinweisschilder. Zum Unterstand gelangt man derzeit nur über den Bahnsteig.

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Auch Jürgen Plischke musste sein Fahrrad über den Bahnsteig zum Unterstand schieben.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Der Streit zwischen Bahnhofsbesitzer und der Stadt schwelt schon länger. Der Mann aus Süddeutschland, der nicht namentlich genannt werden möchte, hatte das Gebäude vor vier Jahren von der Deutschen Bahn ersteigert. Damals sei in einer vertraglich vereinbarten Regelung die Nutzung des Fahrradunterstands zugesagt worden, betont Bürgermeister Björn Demmin. Und damit nach Meinung der Stadt auch der Zugang über den Privatweg. Doch der Bahnhofsbesitzer hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, den Weg für die Öffentlichkeit zu sperren. „Da diese Sperrung gegen die vertragliche Regelung verstößt, ist zurzeit die gerichtliche Klärung der Frage angeschoben, ob der Zugang von der Güterstraße aus gewährleistet bleiben muss“, so Demmin.

 Momentan sei der Fahrradunterstand zwar über den Bahnsteig zu erreichen, nach der Eisenbahnbau- und Betriebsordnung sei dieser Bereich aber als Bahnanlage zu sehen und damit kein öffentlicher Weg. „Die Deutsche Bahn wird die Wegeführung über den Bahnsteig zur Sicherheit der Reisenden nicht akzeptieren“, so der Bürgermeister.

 Die aktuelle Entwicklung bedauere er sehr, insbesondere für die vielen Radfahrer. „Ich hätte mir erhofft, dass der Eigentümer die gerichtliche Klärung der Zugangsfrage abwartet, um ein für alle Mal Rechtssicherheit zu haben.“ Die vom Eigentümer angeführten Argumente zu Problemen mit der Stadt Preetz bezüglich Nebenkostenerstattungen und Entwässerungsfragen seien aus seiner Sicht separat zu klären und begründeten nicht die Sperrung.

 Der Bahnhofsbesitzer nennt allerdings andere Gründe. Nach einigen Brandanschlägen und einem Einbruchsversuch am Gebäude müsse er einfach seine Mieter schützen. „Es tut mir Leid, wenn das mit Unannehmlichkeiten verbunden ist“, sagt er und fügt hinzu, dass die Stadt mit dem Versuch einer einstweiligen Verfügung gegen eine Sperrung gescheitert sei. „Seitdem tut sich nichts im Rathaus“, bedauert er, „aber ich bin gesprächsbereit.“SR

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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