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Kantorin Boo-Young Lim Zurück nach Südkorea

Drei Jahre lang hat Boo-Young Lim als Kantorin in der Kirchengemeinde Kirchbarkau gearbeitet. Jetzt verlässt die 31-Jährige die St.-Katharinenkirche und kehrt nach Südkorea zurück. Vor ihrem Abschied bietet sie zu Pfingsten noch einige musikalische Leckerbissen an.

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Kantorin Boo-Young Lim freut sich darauf, ihr Heimatland Südkorea näher kennenzulernen.

Quelle: Silke Rönnau

Kirchbarkau. Heimweh? Nein, Heimweh habe sie all die Jahre nicht gehabt, sagt die zierliche Frau mit dem strahlenden Lächeln. Außerdem könne man über das Internet den Kontakt halten. „Aber ich bin direkt nach dem Abi hierher nach Deutschland gekommen“, erzählt sie. „Jetzt habe ich nicht mehr so viel Zeit, meine Eltern zu erleben.“ Außerdem wolle sie ihr Heimatland näher kennenlernen.

 Als Kind hatte sie mit dem Klavierspielen begonnen. Das wollte sie eigentlich auch studieren, als sie 2003 nach Deutschland reiste. Doch als Gast an der Hochschule für Kirchenmusik in Bayreuth entdeckte sie ihre Begeisterung für das neue Fach. „Der Wunsch, Klavier zu spielen, war gelöscht“, sagt sie lachend. Nach dem Grund- und Aufbaustudium mit dem Diplom B und A in Bayreuth und Heidelberg verbrachte sie ihr Praxis-Jahr in Rothenburg ob der Tauber.

 Danach bewarb sie sich auf mehrere Stellen und wurde in Kirchbarkau gleich angenommen. „Nicht jede Kirche hat so eine schöne Orgel“, schwärmt sie von der alten Marcussen-Orgel, die Anfang 1800 gebaut wurde. Auch die Kirche selbst findet sie schön – „nur manchmal ein bisschen kalt.“ Und Kirchbarkau selbst? Sie lächelt etwas verlegen: „Der Ort ist schon sehr klein...“

 Was genau sie in ihrer alten Heimat machen wird, weiß sie noch nicht genau. In Südkorea sei der Beruf des Kirchenmusikers, der alle musikalischen Gruppen einer Kirchengemeinde leite, unbekannt, erzählt sie. „Wir haben viele christliche Kirchen, aber mit anderen Traditionen und anderen Abläufen.“ Für den Chor gebe es genauso einen eigenen Leiter wie für das Orchester.

 Für Pfingsten plant sie ein umfangreiches Programm. „Ich wollte mit allen Gruppen etwas machen“, so Boo-Young Lim. Am Sonnabend, 14. Mai, ab 20 Uhr ist ein klassisches Konzert mit dem Barkauer Kammerorchester und der Kantorei in der St.-Katharinenkirche geplant. Vorgetragen werden unter anderem zwei Werke für Streichorchester: die Sinfonie in B-Dur von William Boyce und das Divertimento in F-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Kantorei singt ein arrangiertes Chorwerk von Bern Stegmann über Lieder ohne Worte von Felix Mendelssohn Bartholdy. Auch Exsultate, jubilate von Mozart und Mein gläubiges Herz aus der Kantate Also hat Gott die Welt geliebt von Johann Sebastian Bach erklingen.

 Im Gottesdienst am Sonntag, 15. Mai, 10 Uhr, wird sie offiziell verabschiedet. Für die musikalische Umrahmung sorgen die Jugendband Flohjam und der Popchor. Und am Montag, 16. Mai, 10.30 Uhr, folgt der dritte Teil mit einer Andacht sowie mit der Band FMZ und dem Popchor in Klein Barkau im Mühlengarten, Alter Kieler Weg 21.

 Am 31. Mai steigt Boo-Young Lim in den Flieger. Ob sie noch mal nach Deutschland zurückkehrt, weiß sie nicht. „Ich würde schon gerne mal zu Besuch kommen, aber der Flug ist natürlich teuer“, meint sie.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
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