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Reisegutschein für verletzten Polizisten

Zuwendung des Hilfsfonds Reisegutschein für verletzten Polizisten

Im Oktober 2016 war ein Polizist bei einem Einsatz in Wisch verletzt worden. Erst seit März 2017 ist er wieder dienstfähig. Jetzt erhielt er vom Hilfs- und Unterstützungsfonds der Polizei einen Reisegutschein für zehn Tage auf der Insel Rügen.

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Rüdiger Boll (von links) erhielt von Klaus Schlie einen Reisegutschein. Die Übergabe begleiteten Karl-Hermann Rehr und Bürgermeister Peter Kokocinski.

Quelle: Thomas Christiansen

Schönberg. „Es war an sich eine banale Streifenfahrt nachts“, erzählt Rüdiger Boll, Hauptkommissar der Polizeistation Schönberg. Er und sein Kollege hatten an der Baustelle des neuen Hauses der Feuerwehr Probstei Nord gegenüber der Krokauer Mühle einen unbeleuchteten Kombi mit geöffneter Heckklappe und mehreren Plastikkanistern entdeckt. Bei der Kontrolle leistete einer der beiden Männer plötzlich heftigen Widerstand. Beim Anlegen der Handfessel riss er sich los und trat mit Füßen auf Boll ein. Der Polizist zog sich eine Verletzung am linken Fußgelenk und am Bein zu, die später als Bruch des linken Wadenbeins diagnostiziert wurde.

„Mit dem Laufen war es vorbei“, erinnert sich Boll, zumal auch die Bänder zwischen Waden- und Schienbein kaputt waren. Ein halbes Jahr lang konnte er sich nur noch mit Gehhilfen oder Rollstuhl fortbewegen. „Man merkt es jetzt auch noch“, sagt Boll. Besonders ärgerlich fand er, dass es 14 Tage vor einer geplanten Urlaubsreise passierte. Nun kann er mit seiner Lebensgefährtin immerhin für zehn Tage zu einem Kur- und Betreuungsaufenthalt nach Binz auf Rügen fahren. Den Gutschein dafür erhielt er von Landtagspräsident Klaus Schlie, dem Vorsitzenden des Hilfs- und Unterstützungsfonds der Polizei.

„Es geht um etwas, was in unserer Gesellschaft eigentlich gar nicht passieren dürfte, aber immer wieder passiert“, sagte Schlie. Der Fonds für Polizeibeschäftigte und deren Familien in Not ist eine gemeinnützige Einrichtung, die seit 2001 im Dienst schwer verletzten Beamten beziehungsweise den Angehörigen und Familien von getöteten Polizisten mit Zuwendungen hilft – „außerhalb dessen, was der Dienstherr ohnehin zu tun hat“, wie Schlie betonte.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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