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Mit zwei Millionen Pfund im Koffer

Theater Zeitgeist Mit zwei Millionen Pfund im Koffer

Wass wäre, wenn man unerwartet in den Besitz von zwei Millionen Pfund in bar kommt? „Funny Money – endlich reich“ heißt die turbulente Kriminalkomödie von Ray Cooney, die das Theater Zeitgeist zurzeit einstudiert und am Sonnabend, 29. Oktober, erstmals aufführen wird.

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Die Taxifahrerin (Maja Hartmann) hat alle Mühe, die mittlerweile stark angetrunkene Jean Perkins (Antje-Kemmler-Reder) aus dem Sofa zu hieven. Regisseurin Dagmar Richter (links) behält dank Blick ins Textbuch auch bei dieser turbulenten Szene den Überblick.

Quelle: Peter Thoms

Plön. Ins Fundbüro bringen und auf einen kleinen Finderlohn hoffen, oder kriminelle Energie entwickeln, um einen sorglosen Lebensabend fern der Heimat zu verbringen? Wenn sich das Plöner Theater Zeitgeist dieser Frage annimmt, ist schon klar, dass die Lösung mit dem Fundbüro nicht in Frage kommt.

Unter der Regie von Dagmar Richter spielen Stefan Ahrens, Antje Kemmler-Reder, Maja Hartmann, Andrea Scheff, Anke Podschadli, Christoph Kohrt, Ingo Strenge, Marion Witte und Christoph Reder.

Der Inhalt ist schnell erzählt, sorgt aber für fast zwei Stunden unterhaltsamen Bühnenspaß: Der spießige Henry Perkins verwechselt in der U-Bahn seinen Aktenkoffer mit dem eines Fremden und ist plötzlich Besitzer von zwei Millionen Pfund. Sein Plan, mit seiner Ehefrau England schnellstmöglich zu verlassen und das Geld unter südlicher Sonne zu verprassen, wird jedoch gestört: Da der eigentliche Besitzer des Geldes tot in der Themse treibt und ein mysteriöser Gangsterboss das Geld für sich reklamiert, nehmen aberwitzige Verwicklungen ihren Lauf.

Die eigentliche Hauptrolle spielt jedoch der Koffer – eher mehrere Koffer. Und die sind eine zusätzliche Herausforderung für die Schauspieler. Die schwarzen Aktenkoffer werden im Laufe der turbulenten Komödie ständig verwechselt. Dabei ist gewollt, dass das Publikum das Verwirrspiel mitmacht und wie beim Beobachten eines Hütchenspielers aufpasst, wer denn nun gerade mit dem Koffer voller Geld unterwegs ist.

Verwirrung auch im Ensemble – zumindest während der Proben: „Das sind jetzt aber entschieden zu viele Koffer“, so der Stoßseufzer von Antje Kemmler-Reder, aber Regisseurin Dagmar Richter ist ganz zuversichtlich: „Wenn wir am Ende den richtigen Koffer öffnen, haben wir gut gespielt.“

Auch sonst sind es anspruchsvolle Probenarbeiten: „Mit welcher Seite wollt ihr anfangen?“ Die Antwort „115“ verrät, dass sich die Mitglieder des Ensembles durch ein vergleichsweise dickes Textbuch arbeiten müssen. Auch eine Komödie muss eben ernsthaft erarbeitet werden. Erschwerend kommt hinzu, dass Ray Cooney in seinem Textbuch einige Szenen nicht bis ins letzte Detail beschrieben hat, sodass Regisseurin und Schauspielerteam manchmal ein wenig improvisieren müssen.

Letzte Herausforderung vor der Premiere: Der Umzug der Probenarbeiten von der kleinen Bühne im Schlossgebiet auf die große Bühne der Aula am Montag, 24. Oktober. Nicht, dass Hauptdarsteller Stefan Ahrens vor neuen Räumlichkeiten Angst hat, aber: „Wenn wir viel mehr Platz haben, müssen wir bis zur Premiere am 29. Oktober an einigen Szenen noch ein wenig feilen.“

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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