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Ostseeschule gefährdet?

Dannau Ostseeschule gefährdet?

Muss man sich um den Erhalt der Ostseeschule in Dannau sorgen machen? Das Schulamt des Kreises Plön sagt Ja und prognostiziert ab dem Sommer 2016 Schülerzahlen von nur noch 25. Tendenz weiter sinkend. Das könnte das Aus des Standortes bedeuten.

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Der Kreis Plön hält die Ostseeschule in Dannau aufgrund sinkender Schülerzahlen für gefährdet.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Dannau. Es ist ein Satz, den weder Lehrer und Eltern noch Gemeindevertreter gerne lesen: „Die Erhaltung des Schulstandortes wird kritisch gesehen“, heißt es in dem Entwurf zum Schulentwicklungsplan des Kreises Plön. Besonders ab dem Schuljahr 2016/2017. Dann, so rechnet der Kreis vor, verlässt ein starker Jahrgang mit 17 Kindern die Schule in Dannau. Aus Rantzau und Dannau rücken aber nur zwei Schüler nach. Anzeichen dafür, dass zukünftig vermehrt Jungen und Mädchen aus anderen Gemeinden hinzustoßen, sieht das Schulamt nicht. 2013/14 sei nur ein Kind von rund 40 nicht aus Dannau und Rantzau gewesen, dem früheren Einzugsbereich.

 Die Bürgermeister von Dannau und Rantzau sind hingegen zuversichtlich, auch weiterhin genügend Kinder für die frisch sanierte Schule gewinnen zu können. „Das ist reine Statistik“, hält Rantzaus Bürgermeister Olaf Wenndorf dagegen. Durch die neue, freie Schulwahl sieht er sehr wohl genügend Nachwuchs für die Schule. Derzeit gingen auch Kinder aus Plön, Sieversdorf, Högsdorf und demnächst aus Engelau in Dannau zur Schule. Er ist überzeugt vom guten, ungewöhnlichen Konzept der Einrichtung, in der Kinder aus der ersten bis vierten Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Anke Erdmann, Vorsitzende des Bildungsausschusses des Landtages, habe vor Kurzem die Ostseeschule besucht und ein großes Lob für diese ungewöhnliche Unterrichtsform verteilt. Und außerdem seien der benachbarte Kindergarten mit derzeit 27 Kindern und die Krippe mit zehn Plätzen ausgebucht. Schülermangel in der Zukunft? Wenndorf kann das nicht erkennen.

 Sein Dannauer Amtskollege Roland Feichtner ist regelrecht sauer über die Zahlen: „Wenn man den Prognosen des Schulentwicklungsplanes in den letzten Jahren hätte Glauben schenken können, würde es den Standort Dannau schon gar nicht mehr geben.“ Aufgrund dieser zweifelhaften Prognosen seien der Schule in der Vergangenheit schon Fördergelder für eine Sanierung versagt worden. In seiner Gemeinde gebe es drei große Gebäude, darunter auch Bauernhöfe, die zu Mietzwecken umgebaut wurden. Hier zögen immer wieder junge Familien mit kleinen Kindern zu, so seine Beobachtung. Derzeit besuchten 44 Kinder die Ostseeschule in Dannau, die einen Verbund mit der Schule in Blekendorf bildet. Für das kommende Schuljahr seien zehn Abc-Schützen angemeldet. Feichtner ist sich sicher, dass die Schule weiterbestehen wird.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
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