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Trostpflaster: Kurtaxe gegen Baulärm?

Heikendorf Trostpflaster: Kurtaxe gegen Baulärm?

Viele Gäste auf dem Campingplatz am Möltenorter Uferweg sind genervt: Der Lärm von der direkt an den Platz angrenzenden Großbaustelle zur Neuverlegung der neuen Abwasser-Druckrohrleitung unterhalb der Kieler Förde (Förde-Düker) verhagelt ihnen die Urlaubsstimmung.

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„Einige sind schon verärgert abgereist“: Campingplatz-Betreiber Jens Rohde kann den Frust seiner Gäste über den Baulärm verstehen.

Quelle: Corinna Kuhl

„Das geht schon frühmorgens los, wenn die ersten LKW vorfahren und wir dann senkrecht im Bett sitzen“, berichten Sylvia und Wolfgang Weinrebe. Der Stellplatz der Hamburger Dauercamper ist nur wenige Meter von der Baustelle entfernt. Einige Gäste seien, so Campingplatzbetreiber Jens Rohde, wegen der „Dauerbeschallung von morgens bis nachmittags“ schon wieder abgereist. Mit Beginn der Kieler Woche, wenn sein Platz wie immer zu dieser Zeit ausgebucht sein wird, werde der Unmut laut Rohde sicher noch zunehmen.

„Wir bedauern diesen Baulärm sehr. Er lässt sich nur leider nicht vermeiden“, teilt Nobert Buchwald, Projektleiter dieses Jahrhundertbauwerks des Abwasserzweckverbandes Ostufer Kieler Förde, auf Nachfrage mit. Der eigentliche Lärm entstehe durch den Rückbau der mächtigen, aus Beton und Stahl bestehenden Widerlager in der Startbaugrube. „Das sind enorme Schallwellen, die dort entstehen“, so Buchwald. Noch bis Freitag, 3. Juli, müssten diese Arbeiten tagsüber laufen. „Wir werden mit Rücksicht auf die Camper jetzt aber erst um 8 Uhr beginnen.“ Der eng gesteckte Zeitplan lasse auch keine Verschiebung der Rückbaumaßnahme zu, so der Projektleiter.

„Wir hätten uns schon eine Vorab-Information über die anstehenden besonders lärmträchtigen Bauarbeiten gewünscht“, sagt Sylvia Weinrebe. Das hätte zumindest für alle Dauercamper ihrer Meinung nach problemlos mit dem Versenden der Zahlungsaufforderungen für die in diesem Jahr neu eingeführte Kurabgabe in der Gemeinde Heikendorf klappen können. Camper Uwe Schumacher fragte in der jüngsten Sitzung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses nach, ob die Gemeinde für die Zeit der jetzt laufenden Bauarbeiten die Kurabgabe erlassen könne. Das werde, so Ausschussvorsitzender Olaf Bartels, „wohlwollend geprüft“. Auch die anderen Ausschussmitglieder zeigten Verständnis für den Unmut der Camper, äußerten aber auch ihre Bedenken bei einem möglichen Präzedenzfall. Laut Heikendorfer Kurabgabesatzung liegt es im Ermessen des Bürgermeisters, „über Befreiungen in besonderen Einzelfällen zu entscheiden“.

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