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Suppe stärkt Seenotretter

Strande Suppe stärkt Seenotretter

Ob Mastbruch, kaputter Schiffsmotor, Wasser im Boot oder Verletzte: Wer auf dem Meer dringend Hilfe benötigt, alarmiert die Seenotretter. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) betreibt 54 Stationen an Nord- und Ostsee, die durch Spenden finanziert werden. Jetzt profitieren die Seenotretter von einer Suppen-Aktion in Strande.

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Die Seenotretter Helmut Kummerfeld, Heinz Herrmann und Michael Teucher (von rechts) freuen sich über eine Spende von Wirt Georg Bauer (3. von links) und seinen Mitarbeitern Markus Schulz und Sarah Seyfert.

Quelle: Jan Torben Budde

Strande. Einige Einsätze bleiben Seenotrettern in Erinnerung. „Einmal mussten wir zu einem Fischkutter rausfahren“, denkt Heinz Herrmann zurück. Beim Dorschfang hatte ein Vater seinen Sohn versehentlich mit einem Haken verletzt. „Ihm war ganz schwindelig“, so der 66-Jährige. Noch an Bord kümmerte sich ein Sanitäter um den Verletzten, der ins Krankenhaus kam und sich wieder erholte.

Herrmann gehört zu 20 ehrenamtlichen Helfern, die für die Station in Kiel-Schilksee tätig sind. Dafür steht ihnen das Seenotrettungsboot „Walter Rose“ zur Verfügung. Rund 70 Einsätze kamen im vergangenen Jahr zusammen, berichtet sein Kollege Helmut Kummerfeld. Immerhin erstrecke sich das Gebiet entlang der Kieler Bucht bis nach Schwedeneck. Die nächsten Stationen befinden sich in Eckernförde und Laboe. „Die Grenzen sind fließend“, erklärt Holger Zick vom DGzRS-Informationszentrum in Laboe, „es kommt darauf an, wer am schnellsten vor Ort sein kann.“ Die Koordination übernehme die Zentrale in Bremen. „Sind die Kollegen anderswo im Einsatz, fahren wir raus“, sagt Seenotretter Michael Teucher. Daher verschlage es die Kieler mitunter bis nach Schönberg (Kreis Plön).

„Wir finanzieren uns aus Spenden“, berichtet Zick. Da kam den Seenotrettern besagte Aktion von Georg Bauer, der das Bistro Das Kaiser in Strande betreibt, gerade recht. Dort gab’s an vier Wochenenden Suppe für den guten Zweck. „Wer wollte, durfte Geld spenden“, so Bauer. Auf die Idee kam der Österreicher durch seine Frau, die ihm von einem Landsmann berichtet hatte, der in einem Schlauchboot auf der Ostsee in Not geraten war. Der Verkauf der „Fastensuppe“ – laut Koch Markus Schulz eine fleischlose Gemüsesuppe – brachte etwa 660 Euro ein. Bauer erhöhte auf 1000 Euro. Laut Zick fließt das Geld in den Seenotretter-Topf – die Station in Schilksee benötige einen Beamer.

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