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16200 gegen Betretungsrecht

Flintbek 16200 gegen Betretungsrecht

Olaf Malmström, Detlef Möller und Michael Fritzsche haben rund 16200 Unterschriften gesammelt, die sie an diesem Donnerstag an Ministerpräsident Torsten Albig übergeben werden. Sie protestieren gegen das Betretungsrecht der freien Landschaft, das im Landesnaturschutzgesetzes aufgenommen soll.

Detlef Möller aus Flintbek (Mitte) hat gemeinsam mit Olaf Malmström (links) und Michael Fritzsche für eine Petition mehr als 16000 Unterschriften gesammelt, die heute an Ministerpräsident Torsten Albig übergeben werden sollen.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. „Buntbrachen und Stilllegungsflächen sind wertvolle Lebensräume auf Zeit, auf der sich zum Beispiel Feldlerchen aber nur wohlfühlen, wenn Spaziergänger dort nicht unterwegs sind. Wir müssen für die Wildtiere doch die letzten Rückzugsmöglichkeiten erhalten“, erklärt der Flintbeker Detlef Möller. Seine Meinung wird offenbar geteilt, denn die Petition ist erst Anfang November gestartet und in gerade mal sechs Wochen haben mehr als 16200 Bürger unterschrieben. „Wir haben die Listen ausgelegt, sind manchmal auch bei Versammlungen gewesen und haben vielen Bürgern auch genau erklären müssen, was es damit auf sich hat“, erinnert sich Olaf Malmström, der wie Möller und Fritzsche zu den Initiatoren gehört.

 „Das tolle Ergebnis hat uns in unserer Arbeit bestärkt“, erklärt Möller. Alle drei engagieren sich seit vielen Jahren im Landesjagdverband, Fritzsche hat seinen Jagdschein vor 48 Jahren gemacht, Malmström engagiert sich seit 30 Jahren im Naturschutz, und Möller ist seit 1999 ebenfalls aktiver Jäger und Naturschützer.

 Die Idee sei Anfang des Jahres geboren worden, erinnert sich Malmström. „Wir wollten uns aus der Basis heraus Gehör bei dem Ministerium verschaffen, weil wir mit den geplanten Änderungen im Sinne der Wildtiere nicht konform gehen. Dazu haben wir am 1. September auch an der Demonstration vor dem Landeshaus teilgenommen“, so Malmström. „Doch wir fühlten uns da nicht ernst genommen. Und so haben wir uns für die Petition entschieden.“ Organisation, Entwurf, Durchführung, alles haben die drei Männer selbst in die Hand genommen, denn für sie steht fest: „Besonders die ungenutzten Flächen werden von Kibitzen zum Beginn ihrer Brut genutzt, doch hat eine solche bedrohte Vogelart überhaupt eine Chance, wenn ständig Querfeldeingeher dort unterwegs sind?“, gibt Möller zu bedenken.

 Die Petition ist eine Chance, zumindest das Betretungsrecht erneut in Frage zu stellen. „Die Regierungskoalition hat nur eine Stimme Mehrheit, vielleicht liegt das Tierwohl den Parlamentariern doch mehr am Herzen, so dass einige den Punkt überdenken“, hofft Möller, damit die wochenlange Arbeit auch Früchte für die Wildtiere trägt.

Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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