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Kettcar-Rennen

Barmissen siegt in Schönbek Kettcar-Rennen

Die Idee ist abgefahren: Beim zwölften 24-Stunden-Kettcar-Rennen in Schönbek gingen neun Teams mit fast 400 Pedalentretern auf den 238 Meter-Rundkurs durch die Dorfmitte. Am Ende verteidigte Vorjahressieger Jugendfeuerwehr Barmissen den Titel mit 1657 Runden und einem Vorsprung von 18 Runden.

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Die Startaufstellung: Als erster Fahrer ging der 19-jährige Mika Stapelfeld für die Schönbeker (vorne rechts) ins Rennen.

Quelle: Frank Scheer

Schönbek.  Zum zwölften Mal in Folge organisierten die Schönbeker das für Schleswig-Holstein einzigartige Event. Sicher, gewinnen will jeder. „Wir wollen aber, dass der Spaß für Fahrer und Zuschauer im Mittelpunkt steht“, sagte Nils Blöhß vom Organisationsteam. Man sehe das Ganze als Familienfest: Bratwurst- und Getränkestände, Hüpfburg und Festzelt wurden aufgebaut. Bis Sonntag gegen 3 Uhr gab es Livemusik. 600 Partygäste verfolgten bis tief in die Nacht auch das Rennen.

Neben dem Schönbeker Fahrerlager waren Teams aus Krogaspe, Schulensee, Lindau, Hamburg, Rumohr, Barmissen sowie vom Augustenhof und dem NDR vertreten. Jedes Team besteht aus 20 bis 40 Fahrern, die sich in der Boxengasse abwechseln. „Zunächst macht man immer drei oder vier Runden, später steigert man das auf fünf bis sieben. Wenn die Muskeln irgendwann warm sind, dann schafft man auch mal 20 bis 30“, erzählt Oliver Komischke, der früher im Schönbeker Team mitgefahren war, jetzt aber im „Rennstall“ nach dem Rechten sieht.

Das 24-Stunden-Kettcar-Rennen startete am Sonnabend in Schönbek.

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Die schlimmste Zeit für die Fahrer ist zwischen 3 und 7 Uhr. Das siegreiche Team aus Barmissen hat ab 3.30 Uhr vier frische Fahrer eingesetzt, die eigens in der Nacht angereist waren. „Das ganze Team besteht aus Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und Freunden“, erzählt Jugendwart Mirco Sass. Man sei jetzt elf Jahre in Folge dabei. Die Aktion schweiße ein Team zusammen. Die Kettcars sind selbst gebaut: dünner Stahl, verstärkte Achsen und Acht-Gang-Schaltung. Die Lindauer seien Experten, einige Teams haben Gefährte von ihnen oder hätten sich welche von ihnen bauen lassen, hieß es.

Die Schönbeker landeten auf dem sechsten Platz (1496 Runden). Für die schnellste Runde sorgte Schulensee mit 37,93 Sekunden. Das Hamburger Team von VW musste am frühen Morgen wegen eines kaputten Kettcars aufgeben. Zwei Mal fiel die neue Transpondertechnik zur Rundenzählung aus. Gegen 14.30 Uhr musste Nils Blöhß einen Rasenmähtraktor als „Saftey-Car“ einsetzen. Alle Teams fuhren hinter ihm, bis der Fehler behoben war. „Die Software lief nicht, auf dem neuen Rechner geht es jetzt“, sagte Stefan Räuber in der Rennleitung. Gegen 1.15 Uhr passiert es wieder. Die Runden waren aber im Computer gesichert.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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