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Holzdorfer für kleineren Windpark

Holzdorfer Holzdorfer für kleineren Windpark

Erfolg für Günther Koch, Karin Kruse und Michel Rösch: Mit einer 275:118-Mehrheit stimmten die Holzdorfer beim Bürgerentscheid für die vom Trio beantragten Auflagen für den geplanten Windpark. Nach dem Votum soll die Höhe der vier geplanten 150-Meter-Anlagen auf maximal 100 Meter begrenzt werden, zudem soll der Mindestabstand zur Wohnbebauung von 450 Meter auf 650 Meter erhöht werden.

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Jetzt kann ausgezählt werden: Insgesamt 396 Stimmzettel des Bürgerentscheids kippen Rudolf von Spreckelsen (links) und Max Borchert auf den Tisch.

Quelle: Rainer Krüger

Holzdorf. Pünktlich um 18 Uhr am Sonntag kippten Max Borchert und Rudolf von Spreckelsen vom Abstimmungsvorstand die Urne aus. 45 Minuten später stand das Ergebnis fest. Inklusive dreier ungültiger Voten ergab sich bei 712 Stimmberechtigten eine Beteiligung von 55,6 Prozent. Die Initiatoren sahen im Ergebnis ein „sehr deutliches Votum für eine Energiewende mit Vernunft“. Sie bedankten sich bei den Holzdorfern für deren Engagement bei der Abstimmung. „Wir erwarten, dass sich jetzt auch die Gemeindevertretung auf das Ergebnis des Bürgerentscheids einstellt“, erklärten die Drei.

 Projektentwickler Christoph Rosengarten von Prokon hätte sich selbstverständlich ein anderes Ergebnis gewünscht. Insbesondere wegen der beschlossenen Mindestabstände sieht er Gesprächsbedarf mit der Gemeinde und dem Amt Schlei-Ostsee. „Wir werden prüfen, ob mit den Auflagen Verhinderungsplanung betrieben würde“, sagte er auf KN-Anfrage. Gegebenenfalls schließt er einen Rechtsstreit nicht aus. Allerdings dürfte es bis zum Beginn der Gespräche noch bis zum 20. Mai dauern. Dann will die Landesregierung ihr Gesetz zur weiteren Windenengieplanung in Schleswig-Holstein durchbringen. Erwartet wird ein zweijähriger Genehmigungsstopp für neue Windparks, wobei allerdings auch Sonderregelungen möglich sind.

 Holzdorf Bürgermeister Dirk Radeck (BG Holzdorf) will jetzt prüfen lassen, ob sich das Votum der Bürger auch tatsächlich rechtlich umsetzen lässt. Dass Prokon den Punkt Verhinderungsplanung anspricht, wundert ihn nicht. Wie sich der Bürgerentscheid letztlich auswirkt, kann er wegen der „vielen Unwägbarkeiten“ wie zum Beispiel dem neuen Landesgesetz nicht einschätzen. Eine Befürchtung hat er allerdings. „Wenn sich herausstellt, dass sich das Ergebnis des Bürgerentscheids rechtlich nicht umsetzen lässt, besteht die Gefahr, dass bei den Bürgern Abstimmungsfrust entsteht.“

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