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300 Meter neue Gleise pro Stunde

Sanierungsarbeiten in einem Zug 300 Meter neue Gleise pro Stunde

In diesem und nächsten Jahr wird die Deutsche Bahn 120 Kilometer ihres Gleisnetzes in Schleswig-Holstein erneuern. Der Startschuss fiel jetzt in Nortorf, wo auf der Trasse zwischen Flensburg und Neumünster insgesamt 55 Kilometer instandgesetzt werden müssen. Seit Mittwoch ist ein 400 Meter langer Gleisumbauzug im Einsatz.

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Die neuen, weißen Schwellen liegen teilweise schon auf der Trasse. Darüber ist das neue Gleis zu sehen, das eingearbeitet wird, während das alte darüber heraus gehoben und zur Seite gelegt wird. Sören Fahlke, Oberbauleiter der Firma Schweerbau, erklärt, wie der 400 Meter lange Gleisumbauzug arbeitet.

Quelle: Nora Saric

Nortorf. „Wir investieren insgesamt 70 Millionen Euro“ sagte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis bei einer Baustellenbegehung in Nortorf. 2016 werden weitere 65 Kilometer zwischen Wrist und Kiel umgebaut. „Die Bauzeit zwischen Nortorf und Osterrönfeld dauert bis zum 4. August“, so Bahn-Projektleiter Thomas Bornemann. „Am 1. September beginnen wir mit dem Abschnitt von Rendsburg bis Flensburg. Das dauert bis zum 29. Dezember.“

 Die Arbeiten macht die niedersächsische Firma Schweerbau, die dafür einen 400 Meter langen Gleisumbauzug nach Nortorf gebracht hat. Während der vorbereitenden Arbeiten wird das Kleineisen gelöst. Dafür fährt ein Schienenbagger voran. Große Schrauben und metallene Klemmen liegen neben den Schwellen, damit der Umbauzug die rund 30 Jahre alten Gleise anheben kann. Von den drei Bahnübergängen in der Stadt wurden Straßenbeläge entfernt, damit auch dort das Gleisbett darunter, die Gleise und Schwellen ausgetauscht werden können. Eine einzelne Schiene ist 120 Meter lang und wiegt über sieben Tonnen. Insgesamt werden 920 neue Schienenstücke verbaut. Mit einer Arbeitsgeschwindigkeit von 300 Metern pro Stunde fährt der große Gleisumbauzug langsam die Strecke ab.

 „Die Maschine fädelt die Altschiene heraus und legt sie zur Seite“, erklärt Schweerbau-Oberbauleiter Sören Fahlke. Diese werde oberhalb der Neuschiene, die gleichzeitig eingesetzt wird, nach außen gedrückt. „Die alten Schwellen werden nach hinten befördert und abgelegt. Dabei werden die neuen gleich eingebaut“, so Fahlke. Wenn dies alles erledigt ist, wird der Schotter im Gleisbett mit einer Maschine gereinigt, wenn nötig fehlender ersetzt. In einigen Bereichen muss zusätzlich eine Schutzschicht aus Sand eingearbeitet werden, die einsickerndes Wasser aufnimmt und zu den Seiten ableitet.

 Pro Schicht arbeitet auf dem Umbauzug eine zehn- bis 15-köpfige Besatzung, plus die Mitarbeiter, die auf dem Bagger für die Vorarbeiten vorneweg fahren, und diejenigen, die alte Schwellen und Gleise hinterher einsammeln, erzählte Jens Abraham, leitender Bauüberwacher der Bahn.

 Die Zug-Ausfälle durch die Baustelle seien bereits in die Internetfahrpläne eingearbeitet, so Meyer-Lovis. Zusätzlich hängen geänderte Fahrpläne an den Bahnsteigen.

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