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45 Wohnungen auf dem Spielplatz

Kronshagen 45 Wohnungen auf dem Spielplatz

Mit dem Gemeinnützigen Wohnungsunternehmen (GWU) Eckernförde hat Kronshagen einen Partner gefunden, der an der Bürgermeister-Drews-Straße drei Gebäude für die Unterbringung von Asylbewerbern zusammen mit sozialem Wohnungsbau realisieren und betreiben will. Anwohner warnen vor einer Massierung.

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Auf dem großen Spiel- und Bolzplatz an der Bürgermeister-Drews-Straße will Kronshagen drei Wohnblocks nach dem Kieler Modell errichten lassen. Überlegt wird eine Mischung aus Flüchtlings-Unterkunft und sozialem Wohnungsbau.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Das Kieler Architektenbüro Zastrow & Zastrow stellte in der Sitzung des Bauausschusses die Pläne für die Bebauung auf dem großen Spiel- und Bolzplatz vor. Das Ehepaar hat im Auftrag des Kieler Innenministeriums das sogenannte Kieler Modell entwickelt, das die Nachnutzung von soliden Flüchtlings-Unterkünften ermöglicht. „Für Senioren und Studenten oder als sozialer Wohnungsbau für Familien“, führte Peter Zastrow aus. Die Wohnungen sind grundsätzlich barrierefrei und rollstuhlgerecht. Das Konzept der Architekten sieht für das etwa 3000 Quadratmeter große Grundstück drei Häuser mit insgesamt 45 Wohnungen vor. Die dreigeschossigen Gebäude sind jeweils dreischiffig – zwischen den Wohntrakten befinden sich die Gemeinschaftsräume.

 Zu der Frage, wie viele Menschen dort leben werden, gab es unterschiedliche Antworten: Peter Zastrow sprach zunächst von 40 Flüchtlingen pro Haus. Maximal könnten pro Haus aber 69 Personen untergebracht werden. „Wenn dort Familien leben, reduziert sich der Wohnraum auf 52 bis 54.“ Auf Nachfrage dieser Zeitung sagte Bürgermeister Uwe Meister, der in der Sitzung nicht anwesend war, dass er von 60 Flüchtlingen ausgehe, sofern die Zahl der Zuweisungen nicht weiter zunehme. Zusätzlich sollen dort Menschen wohnen, die die Bedingungen für den sozial geförderten Wohnungsbau erfüllen. „Das können auch anerkannte Flüchtlingsfamilien sein“, erläuterte Meister. Mit der Fertigstellung der Gebäude rechnet er Ende 2016/Anfang 2017.

 „Wir haben Angst vor einer Massierung. Was hier vorgeschlagen wird, schlägt dem Fass den Boden aus“, sagte Anwohner Klaus Klabunde. Bis zu 80 Menschen am Standort sei „völlig in Ordnung“. Gert Küppers kritisierte, dass über das Projekt in der Einwohnerversammlung im November nicht informiert worden sei. Bauausschussvorsitzender Robert Schall (SPD) wies darauf hin, dass dies der neueste Stand sei: „Auch wir erhalten jetzt Informationen, über die wir noch beraten müssen.“ Nach Auskunft des Kreises ist für das Bauvorhaben kein Bebauungsplan erforderlich. Der Standort gilt als Innenbereich und kann danach beurteilt werden, was in der Umgebung vorgefunden wird.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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