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70000 Punkte fürs Ökokonto

Gettorf 70000 Punkte fürs Ökokonto

Wenn ein Neubaugebiet ausgewiesen oder eine neue Straße geplant wird, bedeutet dies in jedem Fall einen Eingriff in die Natur. Dafür, dass Flächen versiegelt oder Knicks beseitigt werden, muss ein Ausgleich geschaffen werden. Der Ausgleich für das neue Sportzentrum in Gettorf und zum Teil auch für das Neubaugebiet Stohler Damm erfolgt auf einer fünfeinhalb Hektar großen Fläche am Waterdieker Weg in der Gemeinde Lindau.

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Bürgermeister Jürgen Baasch erläutert die Maßnahmen, die als Ausgleich für Bauprojekte geschaffen wurden.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Die Ökokonto-Fläche, die von der Größe her sieben Fußballfeldern entspricht, ersteigerte die Gemeinde Gettorf vor fünf Jahren für 90.000 Euro. Nach Auskunft von Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD) handelte es sich um Grasland, das zum Reiterhof Waterdiek gehörte. Die Landschaftsarchitekten des Kieler Büros Bendfeldt Herrmann Franke machten sich Gedanken darüber, wie das Gelände ökologisch aufgewertet werden könnte. Das Ergebnis: ein 140 Meter langer Knickwall, der zweireihig mit Sträuchern wie zum Beispiel Feld-Ahorn, Schlehe, Hasel und Schwarzer Holunder bepflanzt wurde. Überdacht werden soll dies später vom mächtigen Astwerk einer Stieleiche. Aufgewertet wurde die Fläche am Waterdieker Weg auch durch die Vertiefung eines bestehenden Tümpels, durch eine Neuwaldbildung mit 35 Schwarzerlen und 23 Eschen sowie durch die Umwandlung einer früheren Kuhle, die zur Lehmgewinnung diente, in einen Trockenrasen.

Dafür, dass aus dem ehemaligen Grasland ein ökologisch wertvolles Areal gemacht wurde, das nur noch extensiv beweidet (drei Kühe oder sechs Schafe) und das nicht gedüngt wird, schrieb die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises der Gemeinde Gettorf 70.000 Ökopunkte gut. „Wir haben hier einen guten Deal gemacht“, ist der Bürgermeister überzeugt. Ein Ökopunkt bedeute 2,50 Euro, in der Summe also 175.000 Euro. Statt sich andernorts für diese Summe einzukaufen, habe die Gemeinde Gettorf eigenes Land erworben, in kurzer Entfernung zu den Baumaßnahmen ausgeglichen und einschließlich Grunderwerb, Planungs- und Herrichtungskosten nur 126.000 Euro bezahlt. Baasch: „Dankenswerterweise hat uns die Gemeinde Lindau, die ja die Planungshoheit hat, erlaubt, die Ausgleichsfläche zu überplanen und umzusetzen.“

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
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