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50 Jahre Freibad Flintbek

Flintbek 50 Jahre Freibad Flintbek

Im Kiosk sind die Vorräte aufgefüllt, das Wasser ist im Becken, nur die Schwimmer fehlen noch: Am Sonntag, 29. Mai, 14 Uhr, öffnet das Flintbeker Freibad wieder seine Tore. Das Besondere daran: Seit einem halben Jahrhundert besteht das nasse Freizeitvergnügen am Eiderkamp.

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Am Sonntag, 29. Mai, geht es wieder los: Das Freibad Flintbek öffnet ab 14 Uhr seine Pforten.

Quelle: eix

Flintbek. Doch nicht nur das Freibad kann auf ein Jubiläum zurückblicken, auch bei Wulf Briege, Vorsitzender des Fördervereins Freibad Flintbek, kommt Freude auf, denn auch der Verein hat etwas zu feiern: „Wir bestehen auch schon seit fünf Jahren“, freut sich Briege über den ungebrochenen Zuspruch aus den Reihen der Bevölkerung. Die Idee, einen Förderverein zu gründen, kam auf, als die Gemeinde über eine Schließung des Freibades nachdachte. „Die Kosten waren sehr hoch, das Defizit, das durch die Gemeinde gedeckt wurde, ebenfalls“, erinnert sich Briege. „Und außerdem hat sich auch keiner gekümmert“, fährt er fort. Doch als das Damokles-Schwert der Schließung über dem Bad schwebte, wurden viele aktiv, und es bildete sich eine Interessengemeinschaft. Gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Horst-Dieter Lorenzen ging es unter anderem nach Bokel, um sich die Unterstützung in dem dortigen Freibad-Projekt anzusehen: Am 8. Juni 2011 wurde der Förderverein gegründet, unzählige Aktionen wie das Schrott-Sammeln helfen seitdem, das Freibad attraktiv zu gestalten.

 Es wurde saniert, erneuert, erweitert, renoviert – und so freut man sich in Flintbek über jährliche Besucherzahlen in Höhe von rund 6000, die in den drei Monaten der Öffnung am Eiderkamp baden gehen. Blickt man in der Geschichte des Freibades zurück, ist im Archiv des Gemeindeboten zu lesen, dass das kleine Freibad eigentlich mehr aus Zufall entstanden ist. Anfang 1965 erfuhr man in der Gemeinde von dem im Husumer Bereich praktizierten Verfahren, durch die Verwendung einer Kunststoffhaut besonders günstig ein Schwimmbad bauen zu können. Die Gemeindevertretung unter Bürgermeister Sönke Bies war schnell Feuer und Flamme – und so wurde der Standort (im Volksmund Badeberg) an der Eider gewählt. Laut den Notizen aus dem Archiv wurde mit gerade einmal 120000 D-Mark das Schwimmbad gebaut, das in erster Linie als Lehrschwimmbecken für die benachbarte Schule genutzt werden sollte. Dafür gab es einen Zuschuss vom Land in Höhe von 50000 D-Mark.

 „Damals musste alles ganz schnell gehen. Das Becken war fertig, die Umkleideräume noch im Rohbau, aber am 13. August 1966 wurde das Freibad eröffnet“, erzählt Briege. Das Archiv des Gemeindeboten weiß noch mehr: Das Bad war nur noch bis zum 4. September geöffnet und zählte in der Zeit dennoch 2326 Kinder und 623 Erwachsene als Gäste. Im Übrigen hielten solche Rekordzahlen auch in den folgenden Jahren an: In der Saison 1967 – da fing alles mit einer offiziellen Einweihungsfeier am 1. Juli an – wurde das Bad von rund 17500 Badegästen besucht. Jugendliche bis zum Alter von 15 Jahren zahlten 30 Pfennig und Erwachsene waren mit 50 Pfennig Eintritt dabei.

 Inzwischen haben sich die Zeiten und auch die Preise geändert, obwohl immer darauf geachtet wird, dass der Eintritt erschwinglich bleibt: Der Eintrittpreis für Erwachsene beträgt 1,50 Euro, Kinder zahlen 80 Cent, für Saisonkarten zahlen Erwachsene 35 Euro, Kinder 15 Euro (Geschwisterkinder 10 Euro) und Familien 50 Euro (ermäßigte Familienkarte 30 Euro). „Wir wünschen uns für die Saison vor allem gutes Wetter“, sagt Briege. Und tippt auf 19 Grad Wassertemperatur fürs Anbaden am Sonntag.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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