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Ein rauschendes Fest für die Heimat

50 Jahre Freilichtmuseum Molfsee Ein rauschendes Fest für die Heimat

Der Parkplatz war brechend voll, die Sonne strahlte: Musik und tanzende Trachtengruppen empfingen am Sonntag die Besucher anlässlich der Geburtstagsfeier zum 50-jährigen Bestehen des Freilichtmuseums in Molfsee. Auf dem 60 Hektar großen Gelände wurde gefeiert – mal laut, mal leise, mal auf der Bühne und mal auf der Wiese.

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Mit einem Festtag hat das Freilichtmuseum in Molfsee bei Kiel sein 50-jähriges Bestehen gefeiert.

Quelle: Sven Janssen (Archiv)

Molfsee. Tanzgruppen in schicken Trachten wechselten ihre Auftrittsorte zwischen den historischen Häusern, der Sventana Chor sorgte genau wie das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Molfsee für musikalische Untermalung und Aktionen wie das Kochen auf dem Schwibbogenherd, die Erlebnisführung „Wenn der Hahn drei Mal kräht“ mit Jens Nielsen oder die Nordangler Speeldeel mit dem Stück „Weltünnergang - man nicht mit uns“ sorgten für lockere Stimmung auf dem gesamten Gelände. Bei Eintrittspreisen wie vor 50 Jahren wurde der Geburtstag zu einem rauschenden Fest.

Mit Zylinder und Quetschkommode: Hartmut Neuendorf machte für die Volkstanzgruppe Laboe Musik.

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An einem derartig besonderen Geburtstag ließ es sich auch Ministerpräsident Torsten Albig nicht nehmen, ebenso wie Ministerin Anke Spoorendonk oder Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, zu den Gratulanten zu gehören. Professor Claus von Carnap-Bornheim (Leitender Direktor der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf) betonte in seiner Begrüßung, dass es eine „kluge Entscheidung“ gewesen sei, dass das Freilichtmuseum 2013 unter die Trägerschaft des Landesmuseums gestellt wurde. „Mit neuen Rechten gab es aber auch neue Verpflichtungen“, erklärte Carnap-Bornheim und lobte die Mitarbeiter aus Molfsee, die den „Umwandlungsprozess getragen haben“.

Zwischen den einzelnen Vorträgen hatte die Gruppe „Hans Dans“ das Sagen, besser gesagt das Singen übernommen. Ministerpräsident Albig ging in seiner Laudatio noch weiter zurück als die Gründung des Museums vor 50 Jahren: „Wer nicht weiß, was vor seiner Geburt geschehen ist, wird auf immer ein Kind bleiben“, zitierte er Marcus Tullius Cicero und benannte das Museum als einen „Ort, mit dem wir ganz viele Bezüge haben und als einen Ort, in dem wir die Heimat, in der wir leben, anderen Menschen vorstellen“. Er betonte: „Ich bin überzeugt, dass wir heute solche Orte dringender brauchen denn je.“ Er fügte hinzu: „Das war ein Muss, hier musste man gewesen sein.“

Um weiter attraktiv zu bleiben, sei nach langem Ringen die Entscheidung zum Bau eines neuen Ausstellungs- und Eingangsgebäudes gefallen, erklärte Museumsdirektor Wolfgang Rüther. „Der Neubau ist der Schlüssel, um alles aktuell zu halten.“

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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