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25 Rendsburger Thesen

Luther-Jahr 25 Rendsburger Thesen

Zum Lutherjahr präsentieren die Stadt Rendsburg und die evangelische Marienkirche 25 „Rendsburger Thesen“. Diese sind der Extrakt aus 199 Gedanken, die Bürger der Stadt auf Postkarten seit Ende Oktober formuliert haben. Die erste These lautet: „Wir brauchen mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

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Aus den Zuschriften hat ein Gremium mit Vertretern der Kirche und der Stadt 25 Thesen gefiltert.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Vertreter der Stadt und der Kirche stellten die Sammlung an diesem Freitag erstmals öffentlich vor. Den Grundgedanken erklärte Rainer Karstens so: „Wir wollten über Kirche, Glaube, Gesellschaft und die Welt ins Gespräch kommen.“  Dabei ging es unter anderem um die Frage, „ob der Gottesdienst so wie wir ihn feiern für die Menschen lebensnah genug“ ist. Mit einer symbolischen Tür zogen Vertreter von Kirche und Stadt über Wochenmärkte und baten Bürger wie einst Luther, ihre Meinung anzuheften.

Diese Auftritte kamen an. „Es war wie ein Ventil, das sich öffnete“, erklärt Randi Melander vom Kirchengemeinderat der Marienkirche. „Jetzt sage ich mal, warum ich aus der Kirche ausgetreten bin“, sei eine Reaktion gewesen. Nie habe sie sich persönlich angegriffen gesehen, als sie mit der Tür auf dem Wochenmarkt stand. „Kein Shitstorm, nichts Verletzendes.“ Im Gegenteil: „Jeder hat sich tiefe Gedanken gemacht.“

Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast und Pastor Rainer Karstens versicherten, die 25 Thesen ernst zu nehmen. So kündigte Gilgenast an, das immer wieder formulierte Thema Kinderarmut aufzugreifen. Karstens: „Die Thesen geben Schub und nehmen uns in die Pflicht.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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