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Bunter Floß-Korso auf der Eider

777-Jahr-Feier in Mielkendorf Bunter Floß-Korso auf der Eider

Wikinger verbreiteten Schrecken auf der Eider – zumindest fast. Die Floß-Fahrer beim Spaß-Korso zur 777-Jahr-Feier der Gemeinde hatten sich mit gehörnten Helmen, Schilden und Hämmern gewappnet aufs Wasser begeben.

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Nicht nur beim Start des Eider-Korsos stauten sich die Flöße auf der Eider. Auch kleinere Pannen und Rettungsaktionen verstopften bisweilen den Flusslauf. Bei schönem Wetter und viel Spaß störte das aber niemanden.

Quelle: Beate König

Mielkendorf. „Met 777“ gewann als originellste Kreation den Floß-Wettbewerb, der auf dem Fluss zeitweise für einen lustigen Stau sorgte. An den Ufern und auf Brücken verfolgten viele Zuschauer das Spektakel.

 Durchnässt, aber glücklich, erzählten die Sieger Hans Koch, Peter Necker, Uwe Müller und Thorsten Bentzien anschließend auf dem Schulhof, wie sie binnen 14 Tagen auf Carport-Bohlen das Mottofloß bauten. Sie bemalten ein Segel, holten das Fass aus dem Garten, bestellten im Internet Hemden und Stulpen mit Fellbesatz. „Fürs Nähen war die Zeit zu knapp,“ sagte Uwe Müller. Die bei einer Probefahrt ausgetestete Mannschaftsstärke machte das Floß leicht. Als Erste schipperten die Vier ins Ziel.

 Ganz anders die „Theoter-lüüd vun Rodenbek“ auf Platz zwei. Mit einem Dutzend Mitspielern an Bord, dazu Grill, Rettungsring und Requisiten von der Angel bis zum Büstenhalter, schwamm ihre Großraum-Bühne zunehmend tiefer im Wasser. Zum Schluss glitt sie trotz Vierer-Staken nur noch, weit entfernt vom Korso, dahin. „Die Bohlen haben sich vollgesogen,“ sagte Michael Fock.

 Flussfahrer mit starken Muskeln: Die Teilnehmer beim Eider-Korso in Mielkendorf paddelten und stakten sich durch den Fluss. Hier sehen Sie die Bilder dazu.

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 „Diese Flussfahrt werdet ihr nicht so schnell vergessen“, hatte Bürgermeister Manfred Tank beim Start zur Fünf-Kilometer-Tour versprochen. Mit Überraschungs-Duschen aus dem C-Rohr hatte die freiwillige Feuerwehr daran ihren Anteil. Verteidigungsspritzer aus Wasser-Pumpguns oder Eimern hatten gegen den Strahl keine Chance. „Das gibt Rache!“ brüllte das durchnässte Floß-Team „Beachparty“ in Richtung ihres Feuerwehrkollegen Christian, sprang bei nächster Gelegenheit an Land, rannte zurück und warf den Duscher selbst kopfüber ins Wasser.

 Sieger der Herzen wurden die „Coach-Potatoes“. Sie fanden für ein Badewannen-Team zwischen ihren Wohnzimmermöbeln an Bord Platz. Andere Starter hatten das Wannen-Floß durch Wasserschippen versenkt. Nebeneffekt der Rettung: Auf der Eider schwammen die Kreativ-Gefährte gemeinsam wie eine komplette Wohnung mit Perserteppich, Ledersofa, Fernseher und sanitärer Einrichtung. Fazit von Couch-Potatoe Merle Karstens (16): „Alle zwei Jahre wäre ein so ein Korso lustig.“

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