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50 Motorboot-Piloten in Rendsburg

ADAC-Rennen 50 Motorboot-Piloten in Rendsburg

Mit PS-starken Motorbooten lieferten sich rund 50 Piloten aus ganz Deutschland am Wochenende packende Kämpfe beim ADAC-Rennen auf der Obereider in Rendsburg. Schrecksekunde am Sonnabend: Ein Katamaran überschlug sich. Nichts passierte. Am Sonntag saß Dietmar Kaiser schon wieder in seinem reparierten Boot.

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 Am Sonnabend hat er sich mit seinem Katamaran überschlagen, am Sonntag saß der Rheinländer Dietmar Kaiser schon wieder in seinem Boot.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Die Gischt spritzt. Um rote und gelbe Plastikbojen reiten Jetski-Piloten am späten Sonntagvormittag über die Obereider in der Nähe des Schloßplatzes. Auf die Wiese am Ufer rollen immer mehr Autos. Schaulustige streben zum Ufer. „Selten, dass man so etwas mal aus der Nähe mitbekommt“, freut sich ein Vater und hebt seinen Sohn auf die Schultern. Jetskis haben auch mal 300 PS unter der Motorhaube, sagt der Kieler Sven Sieweke vom ADAC, der das Rennen organisiert.

So stark sind die Motoren im nächsten Rennen nicht. Jugendliche und Schüler sitzen im Cockpit, hinter ihren Rücken 15-PS-Maschinen. Schon Zehnjährige dürfen diese Boote lenken. Einen unangefochtenen Sieg feiert in dieser Klasse der 16 Jahre alte Leroy Lösch aus Rendsburg. Während der Schüler übers Wasser kurvt, heizt Jörg Hennig als Moderator des Rennens ein: „Hier kann man sich nicht klein machen. Hier kann man sich nicht ducken.“

„Ein Gutes Gefühl“ durchströmt wenig später Leroy Lösch, den Sieger des Rennens, an Land. „Der Kick, die Geschwindigkeit“, das reizt ihn. Bis zu 45 km/h kann sein Boot schnell sein, „wenn es nur geradeaus geht“. Wie er zu diesem Sport gekommen ist? Vor drei Jahren beim Rendsburger Herbst knatterten Rennboote über die Obereider. Mit Bruder Pierre-André schaute er fasziniert zu. Für die Jungs war klar, sie wollten auch ins Cockpit. „Wir haben nachgefragt.“ Inzwischen sitzen beide in Booten. Bei 15 PS soll es nicht enden. „Sobald ich einen Sponsor gefunden habe, wechsele ich zu den größeren Booten“, sagt Leroy Lösch.

Seit 2009 rasen die Boote über die Obereider, zunächst in Trainingsläufen, letztes Jahr erstmals in einem Rennen, sagt Sven Sieweke. „Wir haben hier ideale Bedingungen. Wir stören hier keinen. Kein Schiff kommt entgegen. Und wir haben hier immer Wasser.“ Anders als in Lorch, wo der Rhein auch einmal Niedrigwasser haben kann. Rendsburg, so sagt Sieweke, soll zur festen Adresse im Rennkalender werden. „Wir kommen wieder. Der Termin für nächstes Jahr wird noch festgelegt.“

Mittlerweile ist es Sonntagmittag und am Steuer des roten Katamarans mit der Startnummer 40 sitzt der Rheinländer Dietmar Kaiser. Am Vortag hat er noch für eine Schrecksekunde gesorgt. Da überschlug er sich, weil eine Windbö unters Boot griff. Dem Piloten passierte dank Helm, Nackenschutz und Sechspunktgurt nichts. Nur streifenförmige Reparaturstellen am Katamaran erinnerten noch an den Überschlag.

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Hans-Jürgen Jensen
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