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Radler sind unzufrieden mit den Hoppelstrecken

Kronshagen Radler sind unzufrieden mit den Hoppelstrecken

Muss das Radwegekonzept für Kronshagen überarbeitet werden? Diese Frage will der Umwelt- und Verkehrsausschuss in seiner Juni-Sitzung beantworten. Das umfangreiche Konzept war 2008 erarbeitet worden. Anlass für die mögliche Aktualisierung bot am Dienstagabend die Debatte über den Fahrradklimatest 2014 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Dabei hatte Kronshagen trotz einer Note von 3,7 insgesamt noch gut abgeschnitten hatte – es wurden aber auch Schwachpunkte deutlich.

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Positiv, aber wenig genutzt: die Fahrradstraße in der Von-Stephan-Straße. Sie soll Radlern den Weg zum Suchsdorfer und Ottendorfer Weg erleichtern.

Quelle: TM

Kronshagen. Um die Ergebnisse des Tests intensiver zu beleuchten, hatte der Ausschuss Edwin Süselbeck vom ADFC Kiel-Kronshagen und Umgebung eingeladen. Kronshagen war im vergangenen Jahr erstmals bei der seit 1988 bestehenden Bewertung vertreten. 148 Radler hatten sich beteiligt. „Über diese Zahl können wir froh sein“, sagte Süselbeck. Zum Vergleich: In der größeren Stadt Kiel waren es „nur“ 850.

 Kronshagen konnte vor allem mit geöffneten Einbahnstraßen und der guten Erreichbarkeit des Stadtzentrums punkten. Bei den zusätzlichen einzelnen Kommentaren hagelte es auch deutliche Kritik. „95 Prozent der Fahrradwege sind Hoppelstrecken und ein einziger Flickenteppich“, ärgerte sich ein Sattelsitzer. Unzufrieden sind Radler mit der Situation in der Kopperpahler Allee – nicht nur mit dem Abbiegen in der Kieler Straße, sondern auch mit dem Überfahren des als zu schmal empfundenen Schutzstreifens durch Autos. An Baustellen fühlen sich Radler oft benachteiligt. Im Hasselkamp sind sie derzeit gezwungen, abzusteigen und das Velo zu schieben.

 Negativ fallen zu schmale Radwege wie in der Claus-Sinjen-Straße oder Zwei-Richtungs-Radwege wie in der Kieler Straße und im Hasselkamp auf. Süselbeck wies auf die Straßenverkehrsordnung hin, nach der diese bereits seit 1998 nur noch in Ausnahmefällen erlaubt sind. Der Fahrradexperte räumte auch mit einem alten Grundsatz auf, nachdem grundsätzlich jeder Radweg zu begrüßen sei. „Das ist falsch. Radwege müssen immer Mindestqualitäten aufweisen“, sagte Süselbeck. Fragen von Ausschussmitgliedern, was er in Kronshagen sofort ändern würde, beantwortete er zurückhaltend. Die Finanzierung sei ein großes Problem für die Kommunen: „Tiefbau kostet viel Geld.“ Der ADFC bot dem Ausschuss jedoch eine Chancen-Mängel-Radtour an, bei der nach den Sommerferien ausgewählte Punkte angesteuert werden könnten.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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