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AWO setzt sich neue Ziele

Ortsverband Gettorf räumt Fehler ein und will nach vorne schauen: vier Herausforderungen AWO setzt sich neue Ziele

Bürgermeister Jürgen Baasch sah „Baustellen“, Vorsitzender Wulf-Dieter Stark-Wulf sprach von einer „Entwicklung in Wellenform“. Fakt ist: Die AWO Gettorf und Umgebung steht vor großen Herausforderungen. Die Ortsverbands-Jahresversammlung am Freitagabend war alles andere als langweilig.

Gettorf. Herausforderung eins: Die Gettorfer AWO muss sich einen neuen hauptamtlichen Geschäftsführer suchen. Der Ortsverband und Frank Martini, der erst vor einem Jahr als Nachfolger für Jessika Drescher eingestellt wurde, gehen ab dem 1. Juli getrennte Wege. Warum, das ließ Stark-Wulf offen. Nur so viel: „Wir sind gemeinsam zum Ergebnis gekommen, dass das so sein sollte“, sagte der Vorsitzende und dankte Martini für die geleistete Arbeit.

Herausforderung zwei: Der AWO-Ortsverband will die Trägerschaft des Kindergartens in Neudorf-Bornstein aufgeben und zugleich das ihm gehörende Kita-Gebäude verkaufen. Hintergrund sind offenbar Spannungen zwischen der Gettorfer AWO und der Neudorf-Bornsteiner Bürgermeisterin Birgit Hackmann (SPD). Wie Wulf-Dieter Stark-Wulf sagte, sei mit der jetzigen Bürgermeisterin „nicht so gut Kirschen essen wie mit ihrem Vorgänger Karl-Heinz Schröder“. Für die Verhandlungen über den Verkauf des Kita-Gebäudes erwartet der AWO-Chef ein „heftiges Gerangel um den Preis“: „Wir haben keinen Cent zu verschenken.“ Auch aus der offenen Jugendarbeit in Neudorf-Bornstein wird sich der AWO-Ortsverband nach Aussage seines Vorsitzenden zurückziehen.

Herausforderung drei: Die Gemeinde Gettorf hat den Vertrag mit der AWO über die offene Jugendarbeit im Haus der Jugend gekündigt (die KN berichteten). Die kommunalpolitischen Gremien hatten von der AWO ein neues Konzept für die Jugendarbeit eingefordert. Wulf-Dieter Stark-Wulf räumte am Freitagabend ein, dass seitens der AWO Fehler gemacht worden seien. „Dazu stehe ich.“ Jetzt aber komme es darauf an, nach vorne zu schauen. Er versicherte, dass die AWO „überzeugende Angebote“ für eine neue Form der Jugendarbeit auf den Tisch legen werde. Sich um Schüler zu kümmern, müsse mehr sein als nur Betreuung. Stark-Wulf sprach von „permanenter Bildung“. Dies sei eine ganz wichtige Aufgabe, „da gibt es noch viel zu tun – auch in Gettorf“. Wie der Vorsitzende weiter sagte, ist die AWO nicht nur in Gettorf im Bereich Schulsozialarbeit tätig, sondern auch für die Schulverbände Osdorf-Felm und Schinkel-Neuwittenbek. Ausgedehnt habe sich auch das Feld der ambulanten Hilfen. „Das geht jetzt von Eckernförde bis nach Kronshagen“, so Stark-Wulf.

Herausforderung vier: Die Gettorfer AWO denkt über ein neues Verbandshaus nach. Die Bedingungen am jetzigen Standort seien nicht mehr optimal, sagte der Vorsitzende und betonte, dass die Mitarbeiter Anspruch auf vernünftige Arbeitsbedingungen hätten. Stark-Wulf kündigte in diesem Zusammenhang an, die Erlöse aus dem Verkauf des Neudorfer Kita-Gebäudes zu reinvestieren.

Im Rahmen der Jahresversammlung wurde auf die Bedeutung des Ehrenamts hingewiesen. „Niedrig geschätzt kommen bei uns jährlich 6000 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden zusammen“, so Stark-Wulf.

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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