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Braune Pflichttonne zeigt ihre Wirkung

AWR Rendsburg-Eckernförde Braune Pflichttonne zeigt ihre Wirkung

Erfreuliche Bilanz: Im Kreis Rendsburg-Eckernförde wird mehr Bioabfall vom Rest getrennt, teilt die AWR am Freitag mit. Insgesamt sind die Müllmengen aber nicht gesunken. Auf dem AWR-Areal wird derzeit eine neue Anlage zur Behandlung von Biomüll gebaut. 80000 Tonnen sollen hier verarbeitet werden.

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Hier sollen 80 000 Tonnen Biomüll verarbeitet werden: AWR-Geschäftsführer Ralph Hohenschurz-Schmidt schaut sich den Baufortschritt der neuen Bioabfall-Behandlungsanlage an (großes Bild). Nachdem Fremdstoffe aus dem Kompost gesiebt wurden, wird er auf dem AWR-Gelände gelagert (kleines Bild).

Quelle: Malte Kühl

Borgstedt. Die Pflichttonne für Bioabfälle zeigt ihre Wirkung: Im vergangenen Jahr hat die Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) rund 42000 Tonnen Bioabfall im Kreis Rendsburg-Eckernförde gesammelt, etwa 7000 Tonnen mehr als im Jahr zuvor. Das ist ein neuer Rekord. Die Restabfall-Mengen im Kreis sind allerdings nur um 1000 Tonnen zurückgegangen. Die Menge sank auf 53500 Tonnen pro Jahr.

 „Die Biotonne ist ein voller Erfolg“, sagte der Vorsitzende des Bauausschusses, Reimer Tank, am Freitag. Mit fast 170 Kilogramm Biomüll pro Person nehme Rendsburg-Eckernförde einen Spitzenwert im Land ein. Es bleibe zu hoffen, dass die positiven Effekte der Pflichttonne, die Anfang des vergangenen Jahres eingeführt wurde, sich noch steigern. So werde vor allem der hochenergetische Küchenbioabfall noch in die Restmülltonne geworfen, da er schnell zu stinken beginne, meinte AWR-Geschäftsführer Ralph Hohenschurz-Schmidt. Auch sei eine konsequentere Trennung des Abfalls wünschenswert, so Tank. Eine Analyse des Hausmülls im Sommer wie auch im Winter dieses Jahres soll Aufschluss darüber geben, aus welchen Stoffen der Müll besteht, berichtete Hohenschurz-Schmidt. Vor einigen Jahren waren noch 40 bis 45 Prozent Bioabfall im Restmüll enthalten. Diese Zahlen werden deutlich geringer ausfallen, schätzte der Geschäftsführer.

 Gerade wird auf dem Gelände der AWR in Borgstedtfelde eine Anlage zur Behandlung des Biomülls gebaut. Mit vier weiteren Fermentern und acht weiteren Rotteboxen soll eine Verarbeitung von rund 80000 Tonnen Biomüll möglich sein. Aus dem Bioabfall entsteht Kompost sowie Gas, das in Blockheizkraftwerken zu Strom und Wärme umgewandelt wird. Zurzeit produziert die Anlage rund 4,5 Millionen Kilowattstunden Strom. Wenn die neue Anlage Ende des Jahres hinzukomme, erwarte er eine Steigerung um rund 100 Prozent, sagte Hohenschurz-Schmidt. Welche finanziellen Auswirkungen das hat, konnte der Geschäftsführer nicht sagen.

 Dass trotz deutlich gestiegener Zahlen beim Biomüll die Mengen des Restmülls im Kreis nicht gesunken sind, erklärt Hohenschurz-Schmidt dadurch, dass meist Gartenabfälle, die im heimischen Garten liegen geblieben sind oder selbst kompostiert wurden, nun in die Biotonne wandern. Das vermeintlich geänderte Umweltbewusstsein ende oft an der Kasse, meinte der Geschäftsführer. Mit Einzelprojekten und neu organisierter Umwelterziehung auf dem Gelände soll nun nachgesteuert werden. Denn insgesamt ist die Müllmenge um etwa 8000 Tonnen auf 153000 Tonnen angestiegen.

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