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Mehr Platz für Qualitätskompost

AWR baut aus Mehr Platz für Qualitätskompost

Die Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) will ihre Behandlungsanlage für Bioabfall erweitern. Statt 50000 sollen künftig 80000 Tonnen Biomüll pro Jahr verarbeitet werden. Sobald das Wetter es zulässt, soll der Bau beginnen. Die AWR erzeugt aus dem Abfall Strom und hochwertigen Kompost.

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Der spätere Kompost lagert in Dreiecks-Mieten auf dem Gelände der AWR. Im Inneren der langen Rotten können Temperaturen von bis zu 70 Grad entstehen.

Quelle: Malte Kühl

Borgstedtfelde. „Mit Einführung der Regel-Biotonne Anfang letzten Jahres sind auch die Mengen an Biomüll deutlich gestiegen“, erklärt AWR-Geschäftsführer Ralph Hohenschurz-Schmidt. Sammelte das Abfallunternehmen 2014 noch rund 35000 Tonnen Biomüll im Kreis Rendsburg-Eckernförde ein, waren es 2015 bereits 43500 Tonnen – Tendenz steigend. Er erwarte, dass es 2016 etwa 47000 Tonnen sein werden, sagt Ralph Hohenschurz-Schmidt. Hinzu kämen noch etwa 20000 Tonnen aus dem Kreis Schleswig-Flensburg, 8000 Tonnen Biomüll aus dem Kreis Plön sowie ab März etwa 5000 Tonnen aus Neumünster. Daher sei zu erwarten, dass die Anlage in den nächsten zwei oder drei Jahren komplett ausgelastet sei.

 Für 7,7 Millionen Euro sollen nun acht weitere Rotteboxen sowie vier Fermenter gebaut werden. Die Fläche auf dem Gelände der AWR in Borgstedtfelde ist schon freigeräumt, der Baubeginn steht unmittelbar bevor. „Sobald die Witterung mitspielt, ist Baubeginn“, kündigt Hohenschurz-Schmidt an. Als erstes soll die Betonsohle gegossen werden, bei Minusgraden ist das nicht möglich.

 Der eingesammelte Bioabfall wird von der AWR in geschlossenen Fermentern vergoren. Dabei entsteht Methangas, das genutzt wird, um die Motoren von zwei Blockheizkraftwerken anzutreiben. Der Strom fließt größtenteils ins Stromnetz, die Wärme wird von der AWR und zwei Nachbarn verbraucht. Nachdem der spätere Kompost das Gas abgegeben hat, wird er für gut einen Monat in Rotteboxen gelagert und vergärt so weiter. Danach wird das Material für mehrere Monate in Dreiecks-Mieten gelagert. Abschließend werden Fremdstoffe aus dem Kompost gesiebt, übrig bleibt Qualitätskompost.

 Dieser sei bei Bauern sehr beliebt, sagt Hohenschurz-Schmidt. Er entspreche den Standard von mehreren großen Bioanbau-Verbänden und eigne sich daher sehr gut, um die Biofelder zu düngen. Die Verwertung von Biomüll sei deutlich günstiger als die von Restmüll, sagt der AWR-Geschäftsführer, nur die Hälfte koste es, um eine Tonne zu verwerten. Mit Einführung der Regel-Biotonne seien die Restmüllmengen im vergangenen Jahr bereits um 3000 Tonnen zurückgegangen. Auch hier erwarte er eine weitere Abnahme, sagt Hohenschurz-Schmidt. Das sorge für einen stabilen Müllpreis.

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