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Ab 2014 hält die Bahn dreimal mehr

Vorbereitungen im Amt Achterwehr Ab 2014 hält die Bahn dreimal mehr

Bei der Bahnstrecke Kiel-Rendsburg spielt die Vier in der Jahreszahl offenbar eine magische Rolle. Denn 2014 sollen drei Haltepunkte im Amt Achterwehr wieder angefahren werden.

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In Bredenbek wird ein ganz neuer Bahnhaltepunkt geschaffen. An der Brücke des Rolfshörner Weges sollen die Bahnkunden künftig ein- und aussteigen.

Quelle: TM

Achterwehr. 1904 rollte der Zug erstmals über die Gleise, und 1984 wurden alle Bahnhöfe zwischen den beiden Endpunkten geschlossen. 2014 sollen Melsdorf, Achterwehr und Bredenbek angefahren werden. In Felde hält die Bahn bereits seit November 2000.

 „Die Wiederöffnung ist zu Beginn des Winterfahrplanes 2014 geplant“, sagte Petra Coordes, Prokuristin und Bereichsleiterin Verkehrsplanung bei der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft (LVS), auf Nachfrage dieser Zeitung. Damit das Vorhaben Wirklichkeit werden kann, sind allerdings zwei wesentliche Voraussetzungen zu erfüllen: Die Sanierung der Rendsburger Hochbrücke muss abgeschlossen und diese wieder durchgängig zweigleisig befahrbar sein. Zudem muss in Felde an der Brandsbeker Station ein zweites Gleis gelegt sein, damit sich Züge auf der ansonsten eingleisigen Strecke begegnen können. „Es ist ein Halbstundentakt geplant“, erläuterte Coordes. Bisher hält die Bahn in Felde nur einmal in der Stunde.

 30 Jahre lang sind die Züge in Achterwehr, Bredenbek und Melsdorf nur durchgerauscht. Außer niedergelassenen Schranken und Abgasen von davor wartenden Autos hatten die Einwohner der drei Gemeinden davon nichts. Doch der Neustart ist nicht einfach. Seit 1984 hat sich viel verändert. Die Infrastruktur ist nicht mehr vorhanden. Die ehemaligen Bahnhöfe in Melsdorf und Bredenbek-Kronsburg befinden sich in Privatbesitz; Bahnsteige existieren in allen drei Gemeinden nicht mehr. Der Wiederaufbau verschlingt jeweils Kosten in sechsstelliger Höhe. „Das Land fördert den Bau von Bahnsteigen mit bis zu 75 Prozent der Kosten“, sagte Petra Coordes.

 In Melsdorf hat die Gemeinde bereits vorgesorgt. Sie besitzt das erforderliche Grundstück an der Bahnlinie. Dort ist nicht nur Platz für einen 140 Meter langen Bahnsteig, sondern auch für etwa 30 Park-&Ride-Plätze sowie Fahrradständer. Eine Bushaltestelle könnte ebenfalls dort eingerichtet werden. Das Pendlerpotenzial liegt werktags zwischen 100 bis 200 Ein- und Aussteigern.

 Bredenbek will völlig neu planen. Kronsburg ist passé. Der künftige Haltepunkt soll auf der Südseite der Zugstrecke westlich der Brücke des Rolfshörner Weges liegen. Er ist einen Kilometer vom Ortszentrum entfernt und damit näher als Kronsburg. Auto- und Radfahrer erreichen die Park-&Ride-Plätze über die Brücke; für Fußgänger wird wahrscheinlich eine zusätzliche Treppe zum Bahnsteig gebaut. Das Grundstück ist noch nicht im Besitz der Gemeinde. Das geschätzte Fahrgastaufkommen liegt ähnlich wie in Melsdorf.

 In Achterwehr wird jedoch eine nur zweistellige Anzahl angenommen. Deshalb ist lediglich ein Bedarfshaltepunkt geplant. Ohnehin liegt die nächste Station Brandsbek nicht weit entfernt. Der Bahnsteig soll direkt neben der Schrankenanlage in der Dorfstraße liegen; und zwar auf der nordöstlichen Seite. Das Grundstück gehört der Bahn. Park&Ride-Plätze könnte die Gemeinde am Speicher angelegen.

 Im Herbst will die LVS nach Angaben von Coordes Kontakt mit den Gemeinden aufnehmen, um die Detailplanung zu erörtern.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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