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„EU“ soll auf Reisen gehen

Wanderausstellung „EU“ soll auf Reisen gehen

Europa ist präsent in der Herderschule in Rendsburg – und das nicht nur, weil das Gymnasium seit 20 Jahren Europaschule ist. Nun steht auch die von Schülern erarbeitete Ausstellung „Wir und Europa“ im Foyer. Als Wanderausstellungsoll sie einen Beitrag zu einem besseren Verständnis der EU leisten.

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Abiturient Ole Hinrichsen (links) und Lehrer Jan Wulf Winkelmann wollen ihre Wanderausstellung auf Reisen schicken.

Quelle: Merle Schaack

Rendsburg. Am vergangenen Dienstag war es so weit: Ein Jahr nach Beginn des Projektes wurden die fertigen Platten mit dem gesammelten EU-Wissen des Geschichtsprofils im Abiturjahrgang 2016 geliefert. „Als die Schüler sie aufbauten, hat man ihnen schon angesehen, dass sie selbst ein bisschen baff waren“, sagt Winkelmann, der die Idee für das Projekt bei der Lektüre der Anforderungen an eine Europaschule hatte. „Darin steht, dass man über das Umfeld der Schule hinaus wirken soll. So kam ich auf eine Wanderausstellung.“

 In der alljährlichen Europawoche fiel im Rahmen einer Projektarbeit der Startschuss. „Wir haben überlegt, welche Themen an der EU uns interessieren“, erzählt Schüler Ole Hinrichsen. Sein Vorschlag „Wohin führt die Zukunft von Europa?“ landete als einer von acht in der Endauswahl. Außerdem geht es auf den Stellwänden unter anderem um Agrarsubventionen, Finanzpolitik und Flüchtlingskrise. Im WiPo-Unterricht recherchierten die Schüler in Gruppen, luden Berater aus der Europa-Union Schleswig-Holstein, dem Bauernverband und dem Bankensektor ein. Dann ging es daran, Texte zu schreiben. „Die haben wir gegenseitig immer wieder korrigiert und verbessert. Da gab es schon Konfliktpunkte“, erinnert sich Hinrichsen. Als der Feinschliff geschafft war, gingen die Daten an einen Grafiker, der für Layout und Schaubilder sorgte. Zum Abschluss gab es eine Podiumsdiskussion mit Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast und Europaparlamentarier Reimer Böge.

 „Das Projekt hat meine Sicht auf die EU verändert“, erklärt Hinrichsen, der nach dem mündlichen Abi gerne etwas Gesellschaftswissenschaftliches studieren möchte. „Ich habe jetzt mehr Respekt vor der EU und der Arbeit, die die Politiker leisten und diskutiere mit Bekannten, die die EU kritisch sehen.“ Mit Blick auf die vielen Unterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten sei es „erstaunlich, dass überhaupt gemeinsame Entscheidungen getroffen werden.“

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