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Alte Lehrerwohnung macht Platz für Kita-Ausbau

Ottendorf Alte Lehrerwohnung macht Platz für Kita-Ausbau

Abriss und Neubau: Ottendorf macht derzeit einen Wandel durch. Ein Bagger beseitigt die ehemalige Lehrerwohnung an der alten Schule, damit der dort beheimatete Kindergarten um eine Gruppe für die Betreuung von unter Dreijährigen erweitert werden kann – Kosten: etwa 550000 Euro.

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Wehmut bei Heidemarie und Dieter Staack: 36 Jahre wohnte das Ehepaar in der ehemaligen Lehrerwohnung.

Quelle: Torsten Müller

Ottendorf. Heidemarie und Dieter Staack schauen dem Abriss mit Wehmut zu: „36 Jahre lang haben wir in dem Haus gewohnt. Das war eine schöne Zeit.“ Dieter Staack gehörte als Kind zu dem ersten Jahrgang, der im 15. August 1957 in die neu gebaute Schule einzog. „Wir hatten nur einen Lehrer: Johannes Schulz. Er unterrichtete die Klassen 1 bis 4 zusammen“, erzählt Dieter Staack. Ein Jahr zuvor war die zweite Lehrerstelle vom Kultusministerium gestrichen worden, weil die Schülerzahl nach der Umsiedlung von durch den Krieg vertriebenen Familien in andere Bundesländer gesunken war.

 Der Schulneubau war 1957 bereits der dritte: Der erste erfolgte 1786, der zweite 1828. Bis 1912 gingen auch die Kronshagener in Ottendorf zur Schule, weil sie keine eigene hatten. Lehrer Schulz wohnte bis 1971 in dem Anbau; ihm folgte für ein Jahr Johann Detlef Blöcker, der auch die Ottendorf Chronik verfasste. 1972 war mit der Schule Schluss, weil die Kinderzahl nicht mehr ausreichte.

 1974 begann ein neues Kapitel: Die Kinderstube zog in das Schulgebäude ein und mit ihr die Staacks als Hausmeister-Ehepaar. Heidemarie Staack arbeitete zunächst als zweite Kraft mit, ab 1980 leitete sie den Kindergarten – bis 2007. Ans Ausziehen dachte das Paar zunächst nicht: „Es war doch so schön hier mit dem Grün und den Kindern.“ Erst 2009 entschlossen sie sich, in ein altersgerechtes Wohnhaus umzuziehen.

 Für den Abriss wird jetzt die dreiwöchige Schließzeit des Kindergartens genutzt. Wann der Neubau beginnt, ist unklar. Die Baugenehmigung steht noch aus.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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