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Abriss für sozialen Wohnungsbau

Nortorf Abriss für sozialen Wohnungsbau

Das kleine weiße Haus am Jungfernstieg und seine Nachbargebäude in Nortorf sollen sozialem Wohnungsbau weichen: So entschied es auf Antrag der SPD-Fraktion der städtische Umwelt- und Bauausschuss einstimmig. Unterschwellig gärt jedoch der Streit über Standorte für soziale Wohnprojekte in der Stadt.

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Der Grundsatzbeschluss des Bauausschusses steht: Das Museum und das kleine weiße Haus im Jungfernstieg in Nortorf sollen weichen, damit bezahlbarer Wohnraum entstehen kann.

Quelle: Beate König

Nortorf. Der Umzug des Museums ins alte Kesselhaus auf dem ehemaligen Teldec-Gelände gebe den Zeitrahmen für die weitere Planung vor, machte Bürgermeister Horst Krebs deutlich. „Das Kesselhaus muss noch renoviert werden.“ Der Freundeskreis für Asylsuchende im Amt Nortorfer Land (FANL), der das weiße Haus und den Garten dahinter zum interkulturellen Treffpunkt ausgebaut hat, kennt die Pläne der Stadt. „Das habe ich Julia Beilke, der neuen Koordinatorin des Ehrenamts in der Flüchtlingshilfe, schriftlich gegeben“, so Krebs. Nach derzeitigem Stand endet die Nutzung durch den FANL im Jahr 2018.

 Laut Krebs wurde durch den SPD-Antrag über bereits fraktionsübergreifend akzeptierte Pläne für die zukünftige Nutzung abgestimmt. „Das ist Wahlkampf“, kritisiert er. „Die zukünftige Nutzung ist für uns eine Selbstverständlichkeit.“ Er selbst habe dafür gesorgt, dass die Stadt vor drei Jahren Haus und Grund nahe des Friedhofs kaufte. „Im Hinblick darauf, dass man irgendwo in Nortorf sozialen Wohnungsbau realisieren kann.“

 SPD-Fraktionsvorsitzender Willi Gronewald sah das anders: „Wir wollen sicherstellen, dass auf der Fläche bezahlbarer Wohnraum für alle Altersgruppen geschaffen wird.“ Für ihn ist dieser Baugrund „ein Sahnegrundstück“. Der Grundsatzbeschluss soll die politische Linie festlegen, damit die Fläche nicht an Privatleute verkauft wird.

 Das Thema günstiger Wohnraum für sozial schwächer Gestellte wird in der Stadt heiß diskutiert. Krebs erinnerte: Die CDU mache sich dafür stark, sozialen Wohnungsbau auf dem Grundstück in der Kleinen Mühlenstraße 4 kurzfristig umzusetzen. „Die SPD hilft nicht mit“, warf Horst Krebs der Fraktion vor. „Wir haben einen Standort für sozialen Wohnungsbau. Man muss nur bereit sein, die Lebensmittelausgabe der Tafel umzusetzen.“

 Für Gronewald stand der Abriss des Hauses in der Mühlenstraße in nächster Zeit jedoch nicht zur Diskussion. „Das wird erst aktuell, wenn die Hugo-Syring-Schule als neue Heimat für die Vereine und Verbände bezugsfertig ist und die Tafel dorthin umziehen kann.“ Er meinte: „Das Amt will dort Flüchtlinge unterbringen. Aber da muss für altersgerechtes Wohnen gebaut werden.“

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