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Der Kanal ist voll

Abwasser in Achterwehr Der Kanal ist voll

Für Überraschung im Finanz- und Bauausschuss des Amtes Achterwehr sorgten die neuesten Kostenschätzungen für den Bau einer zweiten Schmutzwasserleitung von Bredenbek zum Klärwerk in Flemhude von knapp 1,8 Millionen Euro. Diese Investition würde sich auch auf den Abwasserpreis niederschlagen.

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Der Preis der Abwasserbeseitigung steigt um 23 Cent pro Kubikmeter, wenn eine zweite Leitung zum Klärwerk gebaut wird.

Quelle: Torsten Müller

Achterwehr. Knapp 1,8 Millionen Euro soll der etwa acht Kilometer lange zweite Kanal kosten. Die Investition würde würde den Abwasserpreis nach Angaben von Kämmerer Marco Carstensen etwa ab 2019 um 23 Cent pro Kubikmeter ansteigen und läge dann bei 3,08 Euro.

Da war selbst der Antragsteller für die Kanalertüchtigung, Bredenbeks Bürgermeister Bartelt Brouer (SPD), bass erstaunt. Mit solch einer drastischen Steigerung hatte er nicht gerechnet. Vor einem Jahr gingen die Mitglieder im Amtsausschuss noch von etwa einer Millionen Euro aus. Dennoch sagte Brouer: „Wir kommen nicht umhin, in den sauren Apfel zu beißen.“

Seit mehreren Jahren tingelt das Thema nicht nur durch die Gremien des Amtes, sondern auch der Abwasserentsorgungsgesellschaft, an der das Amt zu 51 Prozent und die Schleswag Abwasser mit 49 Prozent beteiligt sind. Die Gesellschafterversammlung hatte sich im Dezember einstimmig für den Bau einer zweiten Leitung ausgesprochen.

Die Kanalisation, in die nach Angaben des Kämmerers neben Bredenbek auch Krummwisch und Teile von Felde einleiten, hat ihre Kapazitätsgrenze erreicht und ist sanierungsbedürftig. Die eingebauten Pumpen sind bereits groß, längere Laufzeiten würden nach Angaben von Experten aber zu erheblich größerem Verschleiß führen.

Grundsätzlich gibt es zwei Lösungen: Anstelle des zweiten Kanals könnte auch ein großer unterirdischer Zwischenspeicher gebaut werden. Seine Kosten wurden 2016 auf eine viertel Million Euro geschätzt. Diese Lösung führt aber zu hohen Betriebskosten, weshalb sie verworfen wurde.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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