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Gefahrenstellen auf dem Radweg

Achterwehr Gefahrenstellen auf dem Radweg

Der Radweg an der Kreisstraße zwischen Achterwehr und Schönwohld ist den Gemeinden schon lange ein Dorn im Auge. Seit Jahren sind die erheblichen Schäden bekannt, die Baumwurzeln, Frost und Alter im Asphalt hinterlassen haben.

Bei einer Protesttour markierten die Radler gut 200 Schadstellen auf dem Radweg zwischen Schönwohld und Achterwehr.

Quelle: Sven Janssen

Achterwehr. Seit Jahren bemühen sich die Achterwehrer beim Kreis Rendsburg-Eckernförde, der für diesen Weg verantwortlich ist, auch um die Sanierung. Bislang erfolglos.

„Jetzt reicht es uns“, sagte Bürgermeisterin Anne Katrin Kittmann (SPD). Immer wieder habe sie an den Kreis geschrieben, sogar den Landrat Rolf-Oliver Schwemer bei seiner Amtsbereisung darauf angesprochen. „Der hat mich aber nur abgebügelt“, sagte sie. Mittlerweile stehen Schilder auf dem Radweg, die vor den Schäden warnen. Radfahrer dürfen jetzt auch auf der Kreisstraße fahren. „Eine Farce“, findet Kittmann, denn die Straße sei ihres Wissens die dritt gefährlichste im ganzen Kreis.

Hier sehen Sie noch mehr Bilder und Stimmen zu den maroden Radwegen in Achterwehr.

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Um den Druck auf die Politik zu erhöhen, starteten am Wochenende knapp 50 Radler und markierten mit Neonfarbe die schadhaften Stellen. Knapp 200 Schäden sind auf dem rund 3,5 Kilometer langen Stück zusammengekommen. „Von mindestens der Hälfte geht eine erhebliche Unfallgefahr aus“, urteilte die Bürgermeisterin. Unfälle mit Verletzungen bis hin zu Knochenbrüchen habe es in der Vergangenheit bereits gegeben. „Der Weg ist ein wichtiger Verbindungsweg zwischen den Gemeinden und wird von den Kindern als Schulweg genutzt, da muss dringend etwas gemacht werden“, so Kittmann.

Beim Kreis sieht man die Gefahrensituation anders. „Vom Radweg geht keine direkte Gefahr für Leib und Leben aus, deshalb ist eine Sanierung aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht nicht zwingend notwendig“, sagte Matthias Paraknewitz, Leiter des Landesbetriebes für Straßenbau und Verkehr, auf Anfrage dieser Zeitung. Dass der Weg in einem schlechten Zustand ist, bestreitet er nicht. „Da hilft nur eine Grundsanierung, wie bei vielen anderen Wegen im Kreis auch.“ Wann diese erfolge, entscheide die Priorität der Maßnahme.

 Die vom Landesbetrieb vorgeschlagene Liste werde vom Kreis jährlich neu beschlossen. Welche Position dieser Radweg darauf hat, konnte Paraknewitz nicht sagen.

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