18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Die Pleite droht

Defizit im Kindergarten Die Pleite droht

Schaut man auf den Haushaltsentwurf 2016, dann ist Achterwehr schon im kommenden Jahr pleite. Drei Jahre später, so die Prognose, hätten sich das Defizit schon auf rund eine halbe Million Euro angehäuft. Im Klartext: Das Sparschwein ist leer und die Gemeinde muss den Gürtel enger schnallen.

Voriger Artikel
Selbstgemachtes in allen Farben und Formen
Nächster Artikel
Rader Hochbrücke ist voll gesperrt

Zunächst bleiben die Kindergartengebühren in Achterwehr stabil. Aber im kommenden Jahr könnten sie, das ergab die Beratung im Finanzausschuss, deutlich steigen. Durch zusätzliche Baumaßnahmen verschiebt sich außerdem der Start der zweiten Krippengruppe auf den 16. Februar.

Quelle: Sven Janssen

Achterwehr. Allein der zweite Nachtragshaushalt für 2015 weist schon ein zusätzliches Defizit in Höhe von rund 74000 Euro aus. Vor allem die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde sind eingebrochen: um 50000 Euro. In Achterwehr wurde jetzt nach Möglichkeiten gesucht, das Defizit einzugrenzen. Größter Ausgabenposten der Gemeinde ist der Kindergarten mit Gesamtkosten von rund 520000 Euro.

 Kämmerer Marco Carstensen von der Amtsverwaltung legte eine Kostenübersicht vor und erklärte den Ausschussmitgliedern, dass der Kindergarten zu bestimmten Zeiten erhebliche Leerstände habe. Das belaste die Kostensituation und erschwere eine Berechnung derzeit. Teilweise seien Gruppen nur zu 14 Prozent ausgelastet. Ausgehend von einer angestrebten Elternbeteiligung von 33 Prozent an den Gesamtkosten würde das erhebliche Steigerungen der Gebühren bedeuten. Für die Kernzeit von 8 bis 14 Uhr müssten den Berechnungen zufolge Eltern von Ü3-Kindern rund 720 Euro und im U3-Bereich 1164 Euro jährlich mehr bezahlen.

 Ziel sei es, die Gebühren zum 1. Februar 2016 anzupassen, kündigte Bürgermeisterin Anne Katrin Kittmann (SPD) an. Ob der Elternanteil tatsächlich auf 33 Prozent angehoben würde und ob es bei der Kita andere Möglichkeiten zum Einsparen gibt, müsste noch in den zuständigen Ausschüssen diskutiert werden. Kritik gab es von einer Elternvertreterin, die darauf hinwies, dass höhere Beträge zwar in Ordnung seien, dann aber auch die Leistung stimmen müsste. Vor allem auch im personellen Bereich sei das in Achterwehr nicht gegeben.

 „An der Ausgabenseite der Gemeinde lässt sich kaum etwas verändern“, stellte Ausschussvorsitzender Klaus Neuhoff (CDU) fest. Insofern setzt die Gemeinde auf eine Steigerung ihrer Einnahmen. Um überhaupt Ausgleichsmittel, sogenannte Fehlbedarfszuweisungen, zu bekommen, muss die Gemeinde ihre Einnahmen an landesweite Standards anpassen, auch das wurde im Ausschuss besprochen. Dazu gehört eine Anhebung bei der der Grundsteuer A und B auf 390 Prozentpunkte sowie der Gewerbesteuer auf 380 Prozent. Auch andere Gebühren wie Straßenausbaubeiträge, Hundesteuer, Regenwasser und mehr kommen in Achterwehr nun auf den Prüfstand.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3