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Achterwehr plündert die Rücklage

Haushalt im Minus Achterwehr plündert die Rücklage

Die Gemeinde Achterwehr lebt von der Substanz. Auch für das Haushaltsjahr 2017 gelang es dem Finanzausschuss nicht, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen. Trotz Einsparungen und höherem Steueraufkommen kann das Zahlenwerk nicht durch Einnahmen finanziert werden.

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Zahlreiche Beschädigungen weisen die Abwasserrohre in Achterwehr auf. Ihre Sanierung belastet den Haushalt der Gemeinde.

Quelle: Sven Janssen

Achterwehr. Trotz gut 36000 Euro Einsparungen bei der Kita und einem erhöhten Steueraufkommen von rund 83000 Euro rutscht die Gemeinde am Ende doch mit rund 196000 Euro ins Minus. Das Defizit kann noch aus den Rücklagen bezahlt werden, die dadurch von rund 231000 Euro auf etwa 35000 zum Jahresende 2017 abschmelzen.

 Neben den rund 16000 Euro, die Achterwehr in die Umstellung auf den Digitalfunk bei der freiwilligen Feuerwehr investieren muss, wovon rund 4800 Euro gefördert werden, sind es vor allem die Amts- und Kreisumlage, die den Haushalt 2017 zusammen um 37000 Euro mehr belasten als im Vorjahr.

 „Für die nötigsten Reparaturen bei den Abwasserkanälen haben wir 2017 kein Geld veranschlagt, obwohl wir wissen, dass wir da etwas tun müssen“, kritisierte Andreas Feldner von der CDU-Fraktion. Das sehe zwar optisch gut aus, sei aber nicht ehrlich, wenn man den Haushalt schön rede. „Es gibt bekannte Schäden, die wir beheben müssen Deshalb muss auch Geld dafür eingestellt werden.“ Er beantragte, den Ansatz von 10000 Euro auf insgesamt 40000 Euro anzuheben. „Wenn wir im großen Stil anfangen zu sanieren, dann bekommen wir ein Problem mit der fehlenden Gebührensatzung“, wandte Ausschussvorsitzender Klaus Neuhoff (CDU) ein. Das wollte Feldner nicht stehen lassen. Bei gut 800000 Euro berechneten Kosten für dringliche Arbeiten am Kanalsystem, könne man angesichts der 40000 Euro nicht von großem Stil reden. Mit vier Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen wurde der Ansatz antragsgemäß angepasst.

 Auch das Reetdach der alten Schule, das dringend saniert werden muss, trägt 2017 zum Defizit bei. 15000 Euro hat die Gemeinde dafür eingeplant. Weitere größere Investitionen sind 2017 laut Haushaltsplan nicht geplant. Trotz des Defizits passierte der Haushalt einstimmig den Finanzausschuss. „Der Haushalt ist nicht ausgeglichen, und wir müssen weiterhin unsere Hausaufgaben machen“, sagte der Vorsitzende.

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