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Gabelstapler der Zukunft bei Aco

Büdelsdorf Gabelstapler der Zukunft bei Aco

Das ist die neue Generation der Gabelstapler: Auf dem Lagerhof der Firma Aco in Büdelsdorf lenkt Tobias Hinz ein Fahrzeug mit GPS-Navigation. Das sorgt für zentimetergenaue Manöver - und zusätzliche Sicherheit.

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Dieser kleine Teller auf dem Dach des Gabelstaplers macht den Unterschied: Das Fahrzeug hat eine GPS-Navigation.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Büdelsdorf. Ein unscheinbarer Teller auf dem Dach des Gabelstaplers macht den Unterschied. Diese Antenne empfängt die Positionssignale für die GPS-Navigation. Ein Sender auf dem Dach der nahe gelegenen Aco-Academy sorgt für zentimetergenaues Steuern auf dem Gelände. Die Firma hat jetzt den ersten Gapelstapler mit der neuen Technik ausgerüstet.

„Die letzten drei Wochen haben wir ziemlich geschwitzt“, sagt der für Logistik verantwortliche Diplom-Kaufmann Thorsten Witt. Denn erstmals öffentlich vorführen will er den Gabelstapler an diesem Donnerstag ab 13 Uhr auf dem Büdelsdorfer Aco-Gelände. Anlass ist der bundesweite Tag der Logistik.

Das Aco-Außenlager hat mit 23000 Quadratmetern etwa die Größe von drei Fußballfeldern. Fahrstraßen durchziehen das in 480 Parzellen eingeteilte Gelände. Mehrstöckig ragen vollbepackte und übereinander gestapelte Paletten in den Himmel.

Aco ist Weltmarktführer bei Entwässerungssystemen. Und so lagern hier nebeneinander Entwässerungsrinnen mit Abdeckungen aus Kunststoff oder Metall, solche für Straßen oder Flughäfen. „Da den Überblick zu behalten. Das können Sie vergessen“, sagt Thorsten Witt. Bisher half das Gedächtnis und die Erfahrung der Fahrer. Die neue GPS-Navigation soll sie zentimetergenau steuern. Witt schwärmt von einer „Präzision, die ich bestechend finde“. Irrfahrten, Umwege, weite Leerfahrten und Suchen soll die neue Technik verhindern.

Seit einem Jahr tüfteln die Büdelsdorfer. In sechs bis acht Wochen sollen zehn auf dem Freigelände eingesetzten Gabelstapler umgerüstet sein. Witt: „Jetzt geht die Saison los. In einem guten Monat verladen wir hier 17000 Paletten.“ Insgesamt beträgt der Umschlag nach seinen Worten 40000 Tonnen beziehungsweise 160000 Paletten im Jahr. Die Ware geht nach ganz Europa.

Mit der GPS-Steuerung will Aco Kosten senken. Witt hofft auf ein Einsparvolumen von mindestens zehn Prozent. Was das bedeutet, macht er an einem Beispiel klar. Ein Gabelstapler fahre rund 400000 Kilometer in sechs Jahren. „Sie können das mit einem Taxi vergleichen.“ Daneben gehe es auch um Sicherheit. Mit der GPS-Steuerung erkenne ein Gabelstaplerfahrer auf dem Bildschirm in seinem Führerhaus, wenn sich hinter Palettentürmen verborgen ein Kollege nähert. Allerdings seien Kollisionen bisher nicht an der Tagesordnung. Seitdem er vor 22 Jahren bei Aco angefangen hat, habe es keinen einzigen Zusammenstoß gegeben, sagt Witt.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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