21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Ärger um Hundekot-Tüten

Bordesholm Ärger um Hundekot-Tüten

Von einem „heißen Eisen“ sollte man nicht sprechen. Aber durchaus delikat war das Thema, das im Umweltausschuss in Bordesholm auf den Tisch kam: Hundekot und die 14 Stationen, an denen sich die eingefleischten Hundefreunde Tüten für die Entsorgung der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner ziehen können.

Voriger Artikel
50 Anker für sicheren Halt
Nächster Artikel
Jessi legt sich ins Geschirr

Dagmar Kolodzey zieht sich eine Tüte im Amtmannspark. Die Hinterlassenschaften ihres Golden Retrievers Elvis entsorgt sie konsequent. Horst Geisler mit dem Zwergschnauzer Leni war beim Spaziergang um den Bordesholmer See mit.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Vorbildliche Tierfreunde haben so ein Beutelchen an der Leine oder am Gürtel immer dabei. Aber was, wenn nicht und der Griff an einem der Spender ins Leere geht? Und das kommt offenbar immer öfter vor.

 Im Umweltausschuss berichtete Ordnungsamtsleiter Sven Ingwersen, dass immer wieder Beschwerden kommen: Bereits zwei oder drei Tage nach der turnusmäßigen Bestückung am Montag sollen die Spender leer geräumt sein. Gibt es zu wenige davon oder hamstern die Bürger die Tüten mit dem Werbeaufdruck eines bekannten Tiergeschäft zum artfremden Einsatz, zum Einfrieren beispielsweise? Dass sich Frauchen oder Herrchen an den Tütenspendern beim Gassigehen bevorraten, ist nachvollziehbar. Dass aber in einigen Gefriertruhen das ungarische Gulasch oder das Hühnerfrikassee abgelegt sein soll, wie einige der Ausschussmitglieder gehört haben wollen, ist wohl eher unwahrscheinlich. Die Tüten sind dafür zu dünn.

 Der Technische Betriebshof (TBH) der Gemeinde bestückt die Automaten montags und freitags. Zwischen 7000 und 10000 Tüten werden pro Monat ausgegeben. Zu wenig? 500 „steuerzahlende“ Vierbeiner sind registriert und wenn die nur einmal pro Tag auf einer Straße ihr Geschäft verrichten, bräuchte man rein rechnerisch schon 15000 Tüten. Und was ist mit den auswärtigen Gästen, die mit ihren Lieblingen um den See marschieren? Klar, so hieß es auch im Ausschuss, einige Hundehalter griffen nicht zur Tüte und ließen die Tretminen achtlos zum Ärger mancher Fußgänger liegen. Wie jetzt weiter verfahren werden soll, ist aber unklar. Der Ausschuss will das Thema im Herbst noch mal erörtern.

 Unter Hundefreunden sind die Tüten eher kein Problem-Thema, wie eine nicht-repräsentative Kurzumfrage im Amtmannspark und auf dem Veranstaltungsplatz ergab. Caren Schmitt aus Bordesholm beispielsweise hat immer eigene Tüten dabei. „Die kaufe ich mir, sind nicht teuer.“ Ilona und Olaf Eckert aus Wattenbek machen es genauso. Den Vorwurf, dass viele Hundehalter die Tretminen einfach liegen lassen würde, wollten sie nicht stehen lassen. „Sicher gibt es welche, aber das ist mittlerweile eine Ausnahme“, sagte Ilona Eckert. Neulich habe eine ältere Dame, die mit ihrem Hund auf dem Veranstaltungsplatz unterwegs war, sogar das liegen gebliebene Geschäft eines anderen Vierbeiners mit einer Tüte entsorgt. Dagmar Kolodzey aus Groß Buchwald bestätigte, dass es auf öffentlichen Wegen eine Selbstverständlichkeit sei. Natürlich würde sie nicht in Knicks oder ins Unterholz klettern. Zudem betonten alle, dass genug Mülleimer für die Entsorgung bereit ständen. Nach TBH-Angaben seien in Knicks schon befüllte Tüten zu finden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3