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Ärger mit der Biotonne

Kronshagen Ärger mit der Biotonne

Bernhild Brüning war sauer, richtig sauer. Die Kronshagenerin hatte die große Rasenfläche im Vorgarten vertikutiert und das entfernte Grün mit dem Spaten in die 120-Liter-Biotonne gestopft. Die Quittung kam am Freitag: Die Müllentsorger hievten die Tonne auf den Wagen, doch sie konnten sie nicht entleeren – der Inhalt hing fest. Unverrichteter Dinge stellten die Mitarbeiter die volle Tonne wieder auf ihren Platz. Erst im 14 Tagen kommen sie wieder.

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Ärgert sich über die Biotonne: Bernhild Grüning aus Kronshagen bekam ihren Rasenschnitt in dem 120-Liter-Behälter nur gestopft unter. Folge: Die Tonne konnte nicht entleert werden.

Quelle: TM

Kronshagen. Das war der Moment, wo Bernhild Brüning beinah vor Wut geplatzt wäre. Stattdessen rief sie diese Zeitung an und machte sich Luft: „Die Biotonne ist völlig unbrauchbar, weil nichts hineingeht, wenn ich nicht stopfen darf.“ Wehmütig erinnerte sie sich an die Zeit zurück, als sie den umfangreichen Frühlingsschnitt noch allein in Tüten entsorgen konnte. Die braune Biotonne führte die Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) erst zum Jahreswechsel ein, um die gesetzlich vorgeschriebene Mülltrennung weiter zu verbessern. Etwa 50000 Behälter wurden den Kunden kreisweit auf die Grundstücke gestellt, was viele Reihenhausbewohner zur Verzweiflung brachte. Wo sollte auch noch die braune Tonne ihren Platz finden?

 Natürlich weiß Bernhild Brüning, dass sie sich zusätzlich Säcke kaufen kann. „Ich sehe aber nicht ein, dass ich dann zweimal zahlen soll. Das ist kundenunfreundlich. Im Winter bleibt die Tonne fast leer“, ärgert sie sich. Außerdem seien die AWR-Säcke nicht so praktisch wie die von der OAR, „weil man darin den Eimer nicht umdrehen kann“. Sie spielt mit dem Gedanken, auf eine 40-Liter-Tonne umzusteigen und den Grünschnitt künftig allein über OAR-Säcke zu entsorgen. Die nächste Belastungsprobe für ihre Biotonne steht bereits an: auch die Hecke muss geschnitten werden.

 Nach Angaben von Ralph Hohenschurz-Schmidt, AWR-Geschäftsführer, hat sich die Einführung der Biotonne bewährt: „Die Mengen organischen Materials sind deutlich angestiegen, gleichzeitig ist der Anteil des Bioabfalls im Restmüll gesunken. Das reduziert Gewicht und Kosten.“ Für Gartenbesitzer, die ähnliche Probleme wie Bernhild Grüning haben, empfiehlt er, über Alternativen nachzudenken: die frei wählbare 240-Liter-Saisontonne, die 60-Liter-Übermengensäcke oder die Eigenkompostierung. Zudem könne jeder Haushalt pro Jahr einen Kubikmeter Grünabfall auf einem Recyclinghof abgeben.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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