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AfW fordert Einwohnerversammlung

Bordesholm AfW fordert Einwohnerversammlung

Nach dem Rücktritt von fünf ihrer elf Gemeindevertreter ist in der Wählergemeinschaft „Aktiv für Wattenbek“ Ruhe eingekehrt. Am Montagabend kamen 20 Mitglieder zu einer Versammlung zusammen und wählten einen neuen Fraktionsvorstand: Vorsitzender ist wieder Axel Höper, der im Dezember zurückgetreten war.

Im Anschluss an den sehr schmalen Pommernweg könnte in der Gemeinde Wattenbek ein Neubaugebiet entstehen. Für die Planung fordert die AfW eine Einwohnerversammlung.

Quelle: Frank Scheer

Wattenbek. Als „befreiend“ hätten die Anwesenden das Ausscheiden der fünf Mandatsträger empfunden, berichtete AfW-Vorsitzender Norbert Bruhn-Lobin. Wie berichtete hatten Bürgermeister Sönke Schröder, seine Ehefrau Nicole, Bernd Voß, Volker Techow und Lillemor Reckling ihren Austritt aus der AfW-Fraktion erklärt.

 „Wir gucken nach vorne. Klar, die Mehrheit ist verloren, aber ohnehin wurde für viele Entscheidungen der Konsens mit allen gesucht“, sagt Bruhn-Lobin. Die AfW werde zukünftig bei Themen noch mehr die Öffentlichkeit beteiligen. Möglichst umgehend muss nach seiner Meinung eine Einwohnerversammlung zum Thema Neubauflächen erfolgen, insbesondere wegen des geplanten Bereichs am Grünen Weg/Pommernweg. „Da müssen wir die Bürger ins Boot holen und mitreden lassen. Viele aus der AfW haben von den Planungen im Bauausschuss aus der Zeitung erfahren“, kritisierte Bruhn-Lobin. Vor diesem Hintergrund hält er einen Wechsel beim Bauausschussvorsitz, den seit über 20 Jahren Volker Techow innehat, weiter für angebracht.

 Neben Höper, der im Zuge der Debatte um den Bauausschussvorsitz Ende 2015 zurückgetreten war, gehören Torsten Föh, Geesche Schmidt und Rainer Sarau zum Fraktionsvorstand. Die AfW geht davon aus, dass es wegen der geänderten Mehrheitsverhältnisse zu einer Neubesetzung aller Ausschüsse in der kommenden Gemeindevertretung kommen wird. Die AfW verfügt über sechs Sitze, die zweite Wählergemeinschaft WfW auch über sechs. Die fünf „Abtrünnigen“ sind sozusagen das Zünglein an der Waage.

 „Wir haben noch keine Entscheidung gefällt, was wir machen. Das werden wir in Ruhe entscheiden“, sagte Bürgermeister Schröder. Er bestätigte, dass es Kontakte zur WfW gegeben habe. Die Gründung einer eigenen Fraktion oder der Anschluss an die WfW ist deshalb so bedeutend, weil nur dann die Ex-AfWler Ausschusssitze bekommen könnten. „Wir beraten am Mittwoch über Möglichkeiten“, sagte WfW-Fraktionschef Thomas Haese. Er bedauerte den Riss durch die AfW. „Vor allem ist der Streit für die vielen mitwirkenden Bürger ärgerlich.“ Aus seiner Sicht sollte man auch an der Ausschussbesetzung nicht rütteln. „Die sind gerade eingearbeitet“, meint er pragmatisch. Seine persönliche Meinung zum Thema Bauland: „Der Kauf ist eine Chance für die Kommune. Wenn wir es nicht machen, macht es ein privater Investor und legt uns dann Pläne vor.“

 Im Sommer wird sich wieder etwas ändern: Die aus der AfW ausgetretene Nicole Schröder wird aus gesundheitlichen Gründen nach Sylt ziehen und ihr Mandat niederlegen. Ehemann Sönke Schröder, der seit 2013 Gemeindechef ist, wird dann noch mehr pendeln. „Ich arbeite seit 30 Jahren auf der Insel, bin montags und dienstags dort. Meinen Amtsgeschäften in Wattenbek bin ich aber immer nachgekommen. Das wird auch bis zum Ende der Wahlperiode 2018 so sein.“ Er will bis Herbst 2017 eine Entscheidung fällen, ob auch er komplett umziehen wird.

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