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Allianz für Felde gewinnt Kommunalwahl

Spätes Ergebnis Allianz für Felde gewinnt Kommunalwahl

Die Allianz geht als klarer Sieger bei der Kommunalwahl hervor. SPD, BFF und CDU erreichten die absolute Mehrheit der Stimmen. Sie wollen Petra Paulsen (SPD) zur neuen Bürgermeisterin wählen. Der SPD gelang der Überraschungscoup: Sie errang fünf der sieben Direktmandate und erhielt noch einen Mehrsitz.

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Petra Paulsen (SPD) soll Bürgermeisterin von Felde werden.

Quelle: Sven Janssen

Felde. Erst weit nach 22 Uhr lag das vorläufige Endergebnis vor. Die SPD wurde mit 2200 Stimmen stärkste Kraft; die CDU bekam 1185, BFF 1173, WF 1305, Grüne 812. Bei dieser Wahl gab es deutlich mehr Misch- als Blockwähler. Die Felder verteilten ihre jeweils sieben Stimmen auffällig stark nach Personen und weniger nach der Zugehörigkeit. Die Wahlbeteiligung fiel mit 60 Prozent der insgesamt 1749 Wahlberechtigten geringer aus als noch vor drei Jahren. Damals gaben 70 Prozent ihre Stimme ab – noch für sechs Fraktionen. Die Freien traten jetzt nicht mehr an.

Politischer Neuanfang für Felde

Nach Bianca Dommes (Freie) könnte nun mit Petra Paulsen zum zweiten Mal in Folge eine Frau Bürgermeisterin in Felde werden. Sie erhielt 525 Stimmen, das beste Einzelergebnis der Direktkandidaten. Die Allianz war mit dem Ziel in die Wahl gegangen, eine solide Mehrheit zu erhalten, um die 59-jährige Lehrerin und SPD-Spitzenkandidatin in das Amt zu wählen. Als stellvertretende Bürgermeisterin konnte sie in den vergangenen Monaten bereits intensive Erfahrungen sammeln. Die Allianz hat sich nach Jahren der Zerstrittenheit im Zentralort einen politischen „Neuanfang“ auf die Fahnen geschrieben. Die drei Fraktionen wollen auf der Grundlage von Vereinbarungen zusammenarbeiten, ohne die Selbstständigkeit aufzugeben. Auch die Grünen stellen mit Peter Dzierzon einen Bürgermeister-Kandidaten.

Die vorgezogene Neuwahl war erforderlich geworden, weil das Kieler Innenministerium die Gemeindevertretung zum 1. Februar aufgelöst hatte, nachdem das ansonsten intakte Gremium über sieben Monate hinweg nicht in der Lage gewesen war, die Nachfolge von Bianca Dommes zu bestimmen – ein Novum im Lande. Dommes legte ihr Amt im vergangenen Juni nieder. Niemand der 14 Gemeindevertreter wollte das Ehrenamt in der „Krawallgemeinde“ übernehmen.

Nach zunächst fünf Monaten der Vakanz hatte die Kommunalaufsicht des Kreises Rendsburg-Eckernförde im vergangenen November Jürgen Harders aus Osterrönfeld als Beauftragten in das Amt des Bürgermeisters eingesetzt. Er muss nun in Abstimmung mit den neuen fünf Fraktionen innerhalb von 30 Tagen die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung anberaumen. Sie wird im Gemeindezentrum abgehalten, da der Seegarten geschlossen ist. Harders wird die Sitzung noch eröffnen, dann aber die Sitzungsleitung für die Wahl des Bürgermeisters an das älteste Mitglied der 13 Gemeindevertreter abgeben. Damit ist sein Auftrag in Felde nach einem halben Jahr beendet. Die kommenden zwei Jahre bis zur nächsten Kommunalwahl muss die Gemeinde ohne einen Beauftragten zurechtkommen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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