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Alte Bücher - Neue Kunst

Flintbek Alte Bücher - Neue Kunst

Engel, Ketten, Kartenständer, Uhren: Bei der Premiere des Kurses „Kunst aus Büchern“ gab es fantastische Ergebnisse. Mit Geduld, akribischem Falten sowie ab und zu einem fragenden Blick zu Kursleiterin Karin Meissner gelang den Teilnehmern, aus alten Büchern kleine Kunstwerke zu fertigen. Die Premiere des VHS-Kurses war ein Erfolg.

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Eine bunte Runde, in der alle Altersgruppen vertreten waren: Von Karin Meissner (zweite von links) ließen sich Jutta Popp (von links), Pheobe, Brigitte Schubert und Brigitte Döring zeigen, was man aus Papier alles herstellen kann.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. Es ist still in der zweiten Etage der Gemeindebücherei, nur ab und zu hört man das Schneiden der Schere. Auch mal ein tiefes Atmen und einen ratsuchenden Blick gekoppelt mit der Frage: „Ist das so richtig?“ Meist nickt Kursleiterin Karin Meissner, und wenn es nicht ganz richtig ist, dann zeigt sie die richtige Falttechnik gern auch ein zweites oder drittes Mal.

 „Aus diesen Krampen werden später kleine Aufbewahrungsdosen gefertigt. Drei Stück solltet ihr mindestens schon haben, damit es weiter geht.“ Gesagt, getan. Flinke Finger beweist Pheobe aus Flintbek, die gemeinsam mit ihre Großmutter („Ich komme extra aus Leezen.“) Brigitte Schubert an dem Kursus, der an drei Abenden in der Gemeindebücherei stattfand, teilnimmt. Die Elfjährige hat schon einen ganzen Haufen an Krampen vorbereitet, da staunt sogar Karin Meissner.

 Sie hat gemeinsam mit Helmuth Rath den Kursus geleitet, beide arbeiten seit vielen Jahren im Buchbindebereich. „Die Idee hatte Büchereileiterin Andrea Frahm, sie stellt uns alte Bücher zur Verfügung, die wir upcyceln“, erklärt Meissner. Dabei braucht Mann oder Frau wenig: Schere, Winkel, Kleber, Lack und eben alte Bücher. „Da stimmt was nicht“. Nachdenklich betrachtet Roswitha Brömser aus Bordesholm ihre Werke. Und sie hat Recht, so gefaltet werden die Krampen nicht halten. „Wir zeigen alles Schritt für Schritt, damit keiner verloren geht“, betonte die Kursleiterin.

 Am ersten Abend habe man sich quasi eingearbeitet mit dem Erstellen von Ketten, am zweiten wurde Uhren hergestellt. „Allerdings sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt“, sagt Meissner und zeigt auf Engel, Romben und Postkartenständer in allen Größen und Farben. Einige sind sich die Teilnehmer des Premierenkurses der VHS-Flintbek über eines auf jeden Fall: „Wir kommen nächstes Jahr wieder.“

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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