8 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
SHHB und Rumohr wollen sanieren

Alte Hamburger Chaussee SHHB und Rumohr wollen sanieren

Das Katzenkopfpflaster der alten Hamburger Chaussee in Rotenhahn in Rumohr lässt die Herzen von Historikern höher schlagen: Es handelt sich um die Original-Steine, mit denen von 1830 bis 1832 die erste Kunststraße im Land zwischen Hamburg und Kiel gebaut wurde. Die Strecke soll nun saniert werden.

Voriger Artikel
Autorin besucht Schüler und liest vor
Nächster Artikel
Kuh büxt aus und randaliert in Flintbek

Werden die Pläne des Heimatbundes zur Sanierung der Hamburger Chaussee als historisches Denkmal umgesetzt, erhält die Allee im Rumohrer Ortsteil Rotenhahn 46 neue Bäume und einen breiteren Rad- und Fußweg..

Quelle: Beate König

Rumohr. Die Gemeinde und der Schleswig-Holsteinische Heimatbund (SHHB) wollen gemeinsam die Strecke sanieren. Der SHHB will 46 Alleebäume ergänzen, um die ursprüngliche Form des historisch bedeutsamen Baudenkmals besser erkennbar zu erinnern.

„Es gibt im Innenministerium Leute, die das Pflaster klasse finden“, berichtete Bürgermeister Thomas Langmack im Bau-, Wege- und Umweltausschuss. Kurz vor der Umsetzung sind die Pläne des SSHB nicht: Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr muss noch entscheiden.
Der SHHB will die im Moment sehr dellige Straßendeckekomplett neu verlegen lassen. Dazu soll die derzeit löchrige Baumzeile der Allee mit 46 neuen Bäume entlang der Strecke vervollständigt werden, 15 davon sind auf Flintbeker Gebiet geplant. Einige der geplanten Pflanz-Standorte wurden auf Privatgelände eingezeichnet. „Da muss der SHHB erst noch verhandeln“, sagte Langmaack.

Kombinierter Rad- und Gehweg

Sollte saniert werden, will die Gemeinde gleichzeitig die Fahrbahn etwas verschlanken, damit der Fußweg zum kombinierten Rad- und Gehweg verbreitert werden kann. Er betonte: „Die Sanierung muss allerdings für beide Beteiligten eine Win-Win-Situation werden.“

Ausschussmitglied Tim Rehder mahnte an, bei den Bäumen Tiefwurzler zu setzen, damit nicht in den nächsten Jahren dicht an der Erdoberfläche wachsende Wurzeln den Straßenbelag hoch drücken. Auch über eine Einbahnstraßen-Regelung für den Straßenabschnitt, der y-förmig von und zur Landesstraße 318 führt, will Rehder diskutieren.

Verkehrstechnisches Denkmal

Seit 2008 arbeitet der SHHB daran, das verkehrstechnische Denkmal besser erkennbar zu machen. Hinweisschilder an historischen Bauwerken, restaurierte Meilensteine und inzwischen mehr als 1000 neue Alleebäume erinnern an den bahnbrechenden Wert der Chaussee: Die 91 Kilometer lange Straße verkürzte die Transportzeit für Waren und Personen von 24 auf gerade mal zehn Stunden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3