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Eine neue Chance für die „Gayk“?

Eckernförde Eine neue Chance für die „Gayk“?

Das Museumsbutterschiff „Andreas Gayk“ im Eckernförder Außenhafen öffnet wieder seine Gastronomie. Nachdem die Konzession Ende August vergangenen Jahres von der Stadt nicht verlängert worden war, hat das Verwaltungsgericht Schleswig jetzt entschieden, dass über einstweiligen Rechtsschutz der Betrieb bis Ende Oktober gestattet ist.

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Nach der Möglichkeit, vorläufig wieder die Gastronomie zu öffnen, blicken die Eigner Rieke Boomgaarden (links) und Wolfgang Beyer mit neuer Hoffnung in die Zukunft ihres Projekts Museumsbutterschiff.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Die Eigner Rieke Boomgaarden und Wolfgang Beyer schöpfen neue Hoffnung und wollen die Zeit nutzen, um auch Fördergelder und Spenden einzuwerben sowie mit der Stadt eine gemeinsame Basis zu finden.

„Uns ist ein Neustart wichtig. Wir möchten mit der Stadt in Dialog treten und eine einvernehmliche, transparente Lösung anstreben“, betont Boomgaarden. Derzeit gilt noch der Status quo, dass das Schiff keinen festen Liegeplatz in Eckernförde hat. Der war seitens des Aufsichtsrats des Hafenbetreibers Stadtwerke an die Herstellung der Fahrfähigkeit gekoppelt worden, vereinbarte Fristen waren abgelaufen. Ferner steht zum Rechtsstreit über die Gaststätten-Konzession noch die Hauptverhandlung aus. Boomgaarden und Beyer bleiben zuversichtlich. Mit dem einstweiligen Rechtsschutz verspüren sie wieder etwas Rückenwind für ihr Projekt Museumsbutterschiff. Demnächst wolle man die Politik zu einer Schiffsführung einladen und die Konzeption vorstellen.

Freitag, 1. Mai, serviert der Rote Salon auf der „Andreas Gayk“ ab 14 Uhr erstmals wieder Kaffee, Kuchen und Getränke für seine Gäste. Kommenden Sonntag ab 11 Uhr spielen hier die Borby Dixies auf. Weitere Details zum Gastronomie- und Kulturprogramm können die Schiffseigner noch nicht mitteilen. „Es ist alles noch zu frisch.“ Unterdessen laufen Sanierungsarbeiten an der Schiffstechnik weiter. Deren Umfang hängt laut Boomgaarden allerdings von den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln ab. Ein Schiffsingenieur hatte im September den ausstehenden Aufwand für die Fahrfähigkeit auf 22000 Euro Material und rund 3000 Arbeitsstunden veranschlagt. Um ihr Ziel zu erreichen, wollen sich die Eigner um Zuschüsse bemühen. Ein Antrag an die Aktivregion ist bereits vorbereitet. Und sie planen Spendenaktionen.

Nach wie vor halten beide an ihrem Kurs fest, dass das Museumsbutterschiff „Andreas Gayk“ zu Rundfahrten auf der Eckernförder Bucht auslaufen soll. Ein aktuelles Schlaglicht wirft die Olympia-Bewerbung Kiels auf den weißen Dampfer. Die „Andreas Gayk“ war 1972 das offizielle Regattabegleitschiff für die olympischen Segelspiele vor Schilksee. Im Zuge der Olympia-Werbung, so Boomgaardens Vision, könnte die „Gayk“ als schwimmender Botschafter mit Geschichte und für Repräsentationsfahrten eingesetzt werden.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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