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Gasthöfe kein Flüchtlingsquartier

Achterwehr Gasthöfe kein Flüchtlingsquartier

Die drei angebotenen Gasthöfe soll das Amt Achterwehr nicht zur Unterbringung von Flüchtlingen nutzen. Diese Vorgabe machte der Finanz- und Bauausschuss des Amtes am Mittwoch einstimmig. Die Amtsverwaltung befürchtet allerdings Engpässe. Für 2015 sind noch 67 Asylbewerber aufzunehmen.

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Auch der Gasthof Krey in Bredenbek war dem Amt als Unterkunft für Asylbewerber angeboten worden.

Quelle: Torsten Müller

Achterwehr. Im öffentlichen Teil der Sitzung erläuterte die Verwaltung die Ergebnisse der Kostenberechnung für den Umbau am jeweiligen Standort. Im Felder Seegarten würden 307000 Euro anfallen; bis zu 30 Personen könnten dort untergebracht werden. „Vom Ankauf sind wir weg. Auch der Eigentümer weiß, dass das Objekt schwer zu vermarkten ist“, sagte Amtsdirektor Hans-Werner Grewin. Selbst eine zehnjährige Mietbindung ist tabu. Die Sorge macht die Runde, dass das Amt bei einem Rückgang der Flüchtlingszahlen auf den Kosten der Unterkünfte sitzenbleiben könnte.

 Der Gasthof Krey böte andere Rahmenbedingungen: Auf dem Grundstück stehen zusätzlich zwei Scheunen, die abgerissen und durch sozial geförderten Wohnungsbau ersetzt werden könnten. Ein Neubau wäre aber frühestens in einem Jahr bezugsfertig. Im Gasthaus ließen sich dagegen zügig Zimmer abteilen. Umbaukosten: 234000 Euro. Über den Kaufpreis für das gesamte Grundstück schwieg sich die Runde aus.

 Von heute auf morgen könnten die Zimmer in der Pension Falkenhof im Westenseer Ortsteil Brux belegt werden. „Bis zu 50 Leute hätten Platz“, führte Grewin aus. Lediglich 38000 Euro müsste das Amt für den Einbau von Gemeinschaftsküchen ausgeben. Der Nachteil liegt in der abseitigen Lage.

 Wieder im Angebot war auch das marode Herrenhaus in Klein Nordsee. Nach Berechnungen des Amtes böte es Platz für knapp 100 Personen. Der Eigentümer soll angeboten haben, mehrere 100000 Euro in die Sanierung zu stecken. Das Mietrisiko wäre aber aufgrund der Größe des Objektes hoch.

 Neben der Anmietung einzelner Wohnungen gab der Ausschuss nur einer Lösung eine Realisierungschance: einem Neubau auf dem amtseigenen Gelände in Jägerslust. Statt eines Schlichtbaus ist nun eine Art Reihenhaus geplant, das ein Unternehmer nach einer Funktionalausschreibung zum Festpreis errichten soll. Das Verfahren sei zwar unüblich, so das Amt, aber kostengünstiger. In jeder der voraussichtlich sechs Hausscheiben könnten bis zu acht Personen untergebracht werden.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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