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Platz für 80 Flüchtlinge

Osterrönfeld Platz für 80 Flüchtlinge

Das Amt Eiderkanal hält an seinen Plänen für eine neue Flüchtlingsunterkunft fest. Rund 1,8 Millionen Euro sollen investiert werden. Ein Gebäude auf dem Grundstück in der Nachbarschaft von Senvion und Deula ist bereits abgerissen. Dort soll ab September der Neubau entstehen.

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Auf dem Bauplatz neben der Deula in Osterrönfeld stand vorher ein Gebäude mit Wohnungen für Obdachlose. Im September soll hier die neue Flüchtlingsunterkunft entstehen.

Quelle: Malte Kühl

Osterrönfeld. Der Bedarf sei nach wie vor vorhanden, sagt Amtsvorsteher Reimer Kläschen. Zwar gebe es momentan nicht viele neue Flüchtlinge, aber über 200 Schutzsuchende seien derzeit im Amt untergebracht. Einige von ihnen seien noch auf Jobsuche oder hätten schon etwas gefunden. Bei anderen sei der Status noch ungewiss, und der Asylantrag werde noch bearbeitet. Für viele von ihnen habe das Amt Wohnraum angemietet. Die rund 80 Plätze, die in der neuen Unterkunft entstehen sollen, entlasteten diese Situation, meint Kläschen.

 Wie sich die allgemeine Lage entwickelt, sei ungewiss, fährt der Amtsvorsteher fort. Man wisse nicht, wie sich die Spannungen mit der Türkei auf den Flüchtlingspakt auswirken, ob nicht eine weitere große Flüchtlingswelle bevorstehe.

 Die neue Unterkunft soll aus drei Häusern bestehen, die in einer Hufeisen-Form angeordnet sind. In den Gebäuden sind 40 Module mit je 22 Quadratmetern untergebracht, die für jeweils zwei Flüchtlinge vorgesehen sind. Je nach Bedarf könnten Zwischenwände entfernt werden, um so größere Wohnungen für Familien zu schaffen. Zusätzlich gibt es einen Gemeinschaftsraum und einen Raum für den Hausmeister. Der Innenhof zwischen den Gebäuden soll als Treffpunkt dienen. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro, meint Kläschen, „Wir haben uns vorgenommen, dass vorne keine Zwei stehen darf. Und das schaffen wir auch.“

 Sollte der Bedarf für Flüchtlingswohnungen irgendwann nachlassen, sei auch eine Nachnutzung beispielsweise als Wohnungen für Obdachlose vorstellbar. Auch Studenten der nahen Fachhochschule am Grünen Kamp könnten hier vielleicht günstig wohnen, sagt der Amtsvorsteher.

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