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Ingo Sander ist jetzt Bürgermeister

Kronshagen Ingo Sander ist jetzt Bürgermeister

Der Übergang verlief fast nahtlos. Am Dienstag gab Ingo Sander (CDU) seinen Dienstausweis bei der Polizei ab, am Mittwochmorgen bezog er das Bürgermeister-Büro im Rathaus Kronshagen. Der 42-Jährige folgt auf Uwe Meister (parteilos) nach, der sich nach zwölf Jahren in den Ruhestand verabschiedet hat.

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Für Chefsekretärin Marion Schröder ist Ingo Sander (CDU) bereits der fünfte Kronshagener Bürgermeister, mit dem sie zusammenarbeitet.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Sander kam zu Fuß ins Rathaus. Von seinem Wohnhaus in der Kieler Straße ist es nicht weit. „Ich bin gleich herzlich begrüßt worden. Ich habe den Eindruck, dass alle Mitarbeiter sehr bemüht sind, mir den Start zu erleichtern“, sagte Sander. 32 versammelten sich im Ratssaal bei der ersten offiziellen Begegnung mit dem neuen Chef. Insgesamt verfügt die Verwaltung über annähernd 120 Planstellen – viele außerhalb des Rathauses. Nach und nach will er alle Mitarbeiter einmal besuchen und persönlichen Kontakt aufnehmen.

 Erst einmal ging es am Mittwoch darum, anzukommen und arbeitsfähig zu werden. Auch Chefs müssen zunächst in der EDV angemeldet werden, um auf alles Zugriff zu haben. Ansonsten will er keine Hektik verbreiten und nicht alles umkrempeln. „Ich werde mir zunächst alle Prozesse angucken und zuhören. Die Kollegen sollen keine Sorgen haben, dass der neue Bürgermeister alles besser weiß“, versicherte der Rathauschef. Auch zu den Kronshagenern will er direkten Kontakt halten. Er plant regelmäßige Bürger-Sprechstunden – auch außerhalb des Rathauses. Termine stehen aber noch nicht fest.

 Viele Themen sind für Sander nicht neu. Seit 2013 arbeitete er als bürgerliches Ausschussmitglied in der Selbstverwaltung mit. Vorgänger Uwe Meister gewährte ihm seit der Bürgermeister-Wahl im Februar Einblick in laufende Prozesse. „Ich muss keinen Kaltstart hinlegen“, sagt er. Chefsekretärin Marion Schröder achtet auf Feinschliff sowie mögliche Fettnäpfchen und versorgt ihn mit Wissen und Erfahrungen, die sich in 36 Arbeitsjahren angesammelt haben. Sander ist ihr fünfter Bürgermeister. Um ihn einzuarbeiten, verschob sie den Übergang in den Ruhestand um ein weiteres Jahr. „Ein doppelter Neustart wäre nicht förderlich gewesen“, sagt er.

 Der neue Chef weiß, dass er wegen seiner Parteizugehörigkeit unter Beobachtung steht. „In der Verwaltung geht es um Inhalte, nicht um politische Farben“, versichert Sander. Mit den fünf Fraktionen sind Gespräche geplant, um Konflikte von vornherein zu vermeiden. „Ich spüre dabei Offenheit“, sagt er.

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Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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