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Flüchtlingssituation bietet auch Chancen

Amtsköste Rendsburg Flüchtlingssituation bietet auch Chancen

Die Kreishandwerkerschaft Rendsburg-Eckernförde traf sich zur Amtsköste. Thorsten Freiberg, Präsident des Handwerks Schleswig-Holstein, stellte die Flüchtlingskrise als größte künftige Herausforderung der Betriebe in den Mittelpunkt. Er forderte eine schnelle Integration in Ausbildung und Arbeit.

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Kreishandwerksmeister Thomas Wriedt(rechts) begrüßt den Gastredner Thorsten Freiberg, Präsident des Handwerks Schleswig-Holstein.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Rund 90 Gäste aus Wirtschaft, Handwerk und Politik waren der Einladung der Kreishandwerkerschaft am vergangenen Freitag gefolgt und besuchten die 24. Amtsköste im Hohen Arsenal in Rendsburg. In seiner Gastrede sprach Thorsten Freiberg, Präsident des Handwerks Schleswig-Holstein, über die Herausforderungen die im kommenden Jahr auf die Betriebe zukommen. Im Mittelpunkt stand dabei die Flüchtlingskrise.

 „Ich bin überzeugt, dass unser Land die Flüchtlingssituation meistern kann“, sagte Thorsten Freiberg in seiner Gastrede. Dabei dürfte man sich jedoch nicht bange machen und von rechts gesinnten Parolen verleiten lassen. Das Schüren von Angst und Hass habe in der Geschichte noch nie dazu beigetragen, dass Probleme gelöst werden, meint Freiberg.

 Unerlässlich sei neben einer Begrenzung des Zustroms und verlässlicher Hilfe in der Heimat der Flüchtlinge, eine schnelle und konsequente Integration der Geflohenen in Ausbildung und Arbeit, meinte Thorsten Freiberg. Hier sei nun das Handwerk gefragt. Es müssten die erforderlichen Praktikums- und Ausbildungsplätze von den Betrieben bereitgestellt werden.

 Die Situation sei nicht einfach. „Es gibt viele Hürden“, so der Präsident. Beispielsweise herrsche oft ein Mangel an Sprachkenntnissen oder selten seien Kenntnisse oder Qualifikationen vorhanden, die für den deutschen Arbeitsmarkt notwendig seien. „Andererseits sind gerade junge Flüchtlinge besonders engagiert und motiviert“, ergänzte der 50-Jährige. „Hier liegt eine Chance, die wir nutzen sollten.“ Das Handwerk biete viele Möglichkeiten zur Integration in Arbeit und Ausbildung. Dabei dürfen die Betriebe allerdings nicht alleine gelassen werden, deshalb habe sich auch der Verband schon mit dem Thema befasst. Dazu werde es in kürze eine Veranstaltungsreihe geben.

 Aber auch die Politiker forderte Freiberg auf, aktiver zu werden. Die Sprachausbildung der Flüchtlinge sei unerlässlich, meint der Handwerks-Präsident. Es müssen mehr Angebote geschaffen werden.

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