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Kronshagen bittet Anlieger zur Kasse

Möllerstraße Kronshagen bittet Anlieger zur Kasse

Im Rathaus gilt die Möllerstraße in Kronshagen als „dringend sanierungsbedürftig“. Die Gemeinde will sie in diesem Jahr zusammen mit dem Max-Bierend-Weg von Grund auf erneuern. Die Anlieger sind verärgert, weil sie 75 Prozent der Kosten tragen sollen.

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Der Vollausbau der Möllerstraße in Kronshagen kommt bei den Anwohnern nicht gut an. Sie sollen 75 Prozent der Kosten übernehmen.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Vor zwei Jahren stellte die Verwaltung das Gemeindestraßen-Bewirtschaftskonzept vor. Ziel ist es, die eigenen Straßen in Schuss zu halten und dem Sanierungsstau entgegenzuwirken. Nach einer Prioritätenliste sind zu erneuernde Straßen bis 2022 aufgelistet. Politisch abgesegnet ist das Programm erst bis 2017. Im vergangenen Jahr war die Ulmenallee dran – jetzt sind es die Möllerstraße (Kosten: 315000 Euro) und der Max-Bierend-Weg (148000 Euro). Gutachten bescheinigen den schlechten Zustand. Daher soll nicht nur die Decke, sondern auch der Unterbau erneuert werden. Vor dem Vollausbau werden die Schmutz- und Regenwasserleitungen in den Straßen saniert, ohne dabei direkt die Anlieger kostenmäßig zu beteiligen. Die Anlieger des Max-Bierend-Weges sollen über den Ausbau in einer Versammlung am 16. März, die der Möllerstraße am 21. März, jeweils 19 Uhr im Rathaus, informiert werden.

 Die Möllerstraße war schon um 1890 vorhanden; sie diente der Zufahrt zur Hofstelle von Johannes Möller. Seit wann die Straße sich im Eigentum der Gemeinde befindet, lässt sich durch Akten nicht dokumentieren. Die Bebauung an der Straße lässt sich aber seit 1896 nachweisen. „Ein Ausbau oder eine Erneuerung ist in den vorhandenen Unterlagen nicht feststellbar“, heißt es im Rathaus. Die Erfahrung spreche dafür, dass sie trotz laufender Unterhaltung und Instandsetzung verbraucht sei. Laut Rechtsprechung gilt eine Straße nach 30 bis 35 Jahren als verbraucht.

 „Sie machen sich Sorgen um ihren Haushalt – wir um unseren“, sagte Elmar Christiansen. Es gebe Anlieger, die die Kosten nicht zahlen könnten. Er gehe davon aus, dass die Möllerstraße keine Anlieger-, sondern eine Haupterschließungsstraße sei. Peter Schlerff zeigte sich überrascht über den Grundsatzbeschluss: „Wäre doch nett, wenn wir vorher mal informiert worden wären.“ Winfried Dittmann (Grüne) entgegnete: „Zunächst muss der Ausschuss entscheiden, dann darf die Verwaltung auf die Bürger zugehen.“ Die Maßnahme sei im übrigen bekannt gewesen. Dieter Enders (CDU) vermochte aber nicht nachzuvollziehen, warum sich die Kosten inzwischen verdoppelt haben.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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